Start Aktuelles Japan aktuell: Weiterhin Sorge um Kontamination durch radioaktives Abwasser in AKW Fukushima

Japan aktuell: Weiterhin Sorge um Kontamination durch radioaktives Abwasser in AKW Fukushima

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Rundbehälter für schwach radioaktive Abwässer aus Reaktoren 5 und 6. Foto: Tepco
TEPCO will Lagerkapazität für radioaktiv belastetes Wasser aufstocke (Symbolfoto: TEPCO)
Rundbehälter für schwach radioaktive Abwässer aus Reaktoren 5 und 6. Foto: Tepco
Rundbehälter für schwach radioaktive Abwässer aus Reaktoren 5 und 6. Foto: Tepco

Während am gestrigen Donnerstag über Hokkaido, der nördlichsten Hauptinsel Japans eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten war, gehen im Land der aufgehenden Sonne trotz der Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi mitnichten die Lichter aus – zu sehr sind die Menschen damit beschäftigt, zu retten und neu aufzubauen. Mehr zur Lage der Menschen vor Ort nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 03. Juni 2011

00:00 Der Japan-Ticker dieses Tags ist zu Ende, nicht jedoch unsere Berichterstattung, die Sie weiterhin auf dem Laufenden halten wird. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Wasserspiegel in Reaktor 1 fällt überraschend: War der Wasserstand zuvor am Montag innerhalb von 24 Stunden um 376 Millimeter gestiegen war,  fiel in den folgenden 24 Stunden um einen und zwischen Donnerstag- und Freitagmorgen um 79 Milimeter. Wohin das Wasser austritt ist unklar, möglicherweise läuft es in den Keller des Turbinengebäudes von Reaktor 2. Das meldet die Yomiuri Shimbun.

Sorge vor überlaufendem radioaktivem Abwasser: Am heutigen Freitag hat, japanischen Medienberichten zufolge, die Betreiberfirma TEPCO erklärt, um einer Verseuchung von Meerwasser und Umgebung zu begegnen, wolle man am 15. Juni eine Dekontaminationsanlage in Betrieb nehmen, es sei jedoch nicht klar, ob dies fristgerecht geschehen werde.

Erneute Probleme mit Grüntee: Nachdem es bereits Mitte Mai in den Präfekturen Shizuoka und Kanagawa zum Ausfuhrverbot von grünen Teeblättern gekommen war, sind seit gestern erneut die Werte von radioaktivem Cäsium der Grund für das Ausfuhrverbot in der Präfektur Ibaraki sowie Teilen von Chiba, Kanagawa und Tochigi. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Erdbebenopfer zur Prostitution gezwungen: Neben einer Vergewaltigung während eines Stromausfalls ist ein weiterer dramatischer Fall bekannt geworden, in dem die Hilflosigkeit der Menschen nach dem Erdbeben ausgenutzt wurde. Die Mainichi Shimbun berichtet von der Festnahme vier Verdächtiger, die eine arbeitslose Frau aus Sendai, die in Tokyo nach einer Stelle suchte, zur Prostitution gezwungen haben sollen.

Junge Menschen suchen Arbeit: Viele junge Japaner die evakuiert wurden, wollen nicht länger untätig in Auffanglagern und Notunterkünften bleiben. Auf der Suche nach Arbeit und Einkommen ist vor allem Japans Hauptstadt Tokyo ein beliebtes Ziel.

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