Start Aktuelles Japan aktuell: Werte der Radioaktivität aus AKW Fukushima gesunken

Japan aktuell: Werte der Radioaktivität aus AKW Fukushima gesunken

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Während die Präfekturalverwaltung von Fukushima aktuell eine Kampagne startet, um für die Sicherheit von Produkten aus Landwirtschaft und Fischerei zu werben und sich die japanische Frauen-Fußballnationalmannschaft über eine weitere Ehrung freuen darf, entschuldigte sich der Leiter des AKW Fukushima Daiichi, Masao Yoshida, bei den Japanern für die Schwierigkeiten und dankte dafür, dass durch Hilfe der Menschen in Japan und der Unterstützung aus aller Welt, die erste Phase des Krisenplans abgeschlossen werden konnte.

Wenig dankbar dürfte man dagegen für das Agieren der japanischen Atomsicherheitsbehörde NISA sein – neben anderen Fukushima News sind auch diese Meldungen aus Japan aktuell nachzulesen, im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. August 2011.

Japanische Einheit nimmt Regelbetrieb auf: Das zuvor zwei Tage lang getestete Dekontaminationssystem SARRY (Simplified Active Water Retrieve and Recovery System) hat heute seinen regulären Betrieb aufgenommen. Die Einheit stammt gänzlich aus japanischer Produktion  und soll das bisherige System ergänzen. Sarry besteht aus 14 zylindrischen Tanks in denen synthetisches Zeolith und Titansilikat zur Filterung des hindurchfließenden Wassers von radioaktiven Substanzen, vornehmlich Cäsium dient.

In der Vergangenheit hatte die bisherige Dekontaminationsanlage, die aus Komponenten US- und französischer Hersteller besteht, immer wieder Schwierigkeiten gemacht und war hinter der erhofften Filterungsleistung zurückgeblieben. Dies melden etwa die NHK sowie die Asahi Shimbun.

Nachbarstaaten nicht über Einleitung von Radioaktivität informiert: Wie einem Artikel der Mainichi Shimbun zufolge nun bekannt wurde, hat offenbar niemand bei der japanischen Atomsicherheitsbehörde die angrenzenden asiatischen Nachbarstaaten von dem Vorhaben informiert, radioaktives Wasser ins Meer einzuleiten. Das Außenministerium habe erst durch einen Mitarbeiter davon erfahren, dem als Mitglied der Task Force bei TEPCO ein entsprechendes Dokument in die Hände gefallen war.

Radioaktivität sinkt auf ein Fünftel des Vormonats: Sowohl die japanische Regierung, als auch der AKW Betreiber TEPCO berichten übereinstimmend, der Austritt radioaktiver Substanzen aus der Atomruine Fukushima sei auf ein Fünftel des Vormonatswerts gesunken. In den vergangenen zwei Wochen habe der Austritt lediglich 200 Millionen Becquerel pro Stunde betragen, was einem Fünftel der Werte im Juli entspricht. Das berichtet die NHK.

NISA riet von Erdbeben-Atomkastrophenübung ab: Im Jahr 2010 hatte die Präfektur Niigata eine Katastrophenübung geplant, in der ursprünglich das Verhalten während des Zusammentreffen eines atomaren Störfalls mit einem schweren Erdbeben geübt werden sollte.  Im Rahmen der Untersuchungen zu den Hintergründen des Unglücks am AKW Fukushima Daiichi kam nun heraus, dass die NISA der Präfekturleitung Niigata empfohlen hatte, die Übung nicht durchzuführen.

Das Szenario könne Ängste schüren und bei den Anwohnern zu Missverständnissen führen. Als Alternative wurde dann die Kombination eines Atomstörfalls mit starkem Schneefall trainiert. Das berichtet die Mainichi Shimbun.

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