Start Aktuelles Japan aktuell: Werte von radioaktivem Cäsium in Fukushima steigen über Grenzwert

Japan aktuell: Werte von radioaktivem Cäsium in Fukushima steigen über Grenzwert

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Luftproben am Reaktor von Fukushima Daiichi am 24.05.2011. Foto: Tepco
Luftproben am Reaktor von Fukushima Daiichi vom 24.05.2011. Foto: Tepco
Luftproben am Reaktor von Fukushima Daiichi am 24.05.2011. Foto: Tepco
Radioaktivitätstests der Luft am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi vom 24.05.2011. Foto: Tepco

Meldungen über erhöhte Werte von radioaktivem Cäsium im Bereich von Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi sind in Japan aktuell ein weiterer Grund zur Besorgnis.

Währenddessen bleibt jedoch auch die Angst, es könne im AKW Fukushima Daiichi trotz der, nach Betreiberangaben erfolgreichen, Kühlung zu weiteren Explosionen kommen.

Genauere Informationen gibt es für Sie nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 25. Mai 2011.

00:00 Spreadnews ist morgen wieder für sie da, mit weiteren News zu den Geschehnissen in Japan. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Maßnahmen gegen Ausbreitung von Cäsium: Da zumindest ein Teil der außerhalb der Sperrzone gemessenen Radioaktivität durch die Freisetzung von radioaktivem Cäsium-134 bedingt sein könnte, und um die weitere Ausbreitung zu verhindern, sollen beide Gebäude nun mit Polyester-Planen abgedeckt werden.

Austritte von Cäsium über Höchstwert: Nach einem Bericht des NHK wurde über dem Bereich von Reaktor 1 ein Wert von 360 Bq Cäsium/m3 Luft gemessen, der den Höchstwert somit um das 18-fache übersteigt. Bei Reaktor 4 in dem Brennstäbe gelagert werden, betrugen die gemessene Werte das 7,5-fache des Grenzwertes

Sorge um Wasserstoffexplosion durch Corium: Das aus den Bestandteilen der bei der Kernschmelze geschmolzenen Brennstäben entstandene Corium am Boden des Behälters in den Reaktoren wird nach Angaben von TEPCO weiterhin erfolgreich gekühlt. Andernfalls droht durch weiteres Schmelzen in den Betonboden der Kontakt mit Grundwasser  – die Bildung von Wasserstoff und ein hohes Explosionsrisiko wären die Folge.

Druckbehälter mit Löchern: Einem TEPCO-Bericht zufolge weisen mindestens zwei der beschädigten Reaktoren Löcher in ihren Druckbehältern auf, so die Mainichi Shimbun.  Die Reaktoren 1 und 2 weisen ein Loch von etwa 7cm Durchmesser, sowie mehrere Löcher mit 10cm Durchmesser auf. Damit bestätigt der Konzern erneut Aussagen, die von Experten bereits im frühen Stadium der Krise gemacht worden waren.

TEPCO räumt mögliche Schäden an wichtigem Kühlsystem ein: Der Betreiber des AKW Fukushima erklärte nun, möglicherweise habe das Erdbeben Schäden am wichtigen Kühlsystem von Reaktor 3 verursacht, dass im Störfall der Notkühlung diente . Zuvor war behauptet worden, es habe keine kritischen Beschädigungen gegeben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo könnte dieses Eingeständnis landesweit zum Überdenken bestehender Erdbebensicherheitskonzepte führen.

Befüllung von Auffangbehälter stoppt: Wie Montag bereits abzusehen, wurde nun die Füllung eines Auffangbehälters gestoppt. Das dieser jedoch mit einem aktuellen Volumen von 3620 Tonnen noch nicht das angestrebte Maß von 4000 Tonnen erfüllt, sollen nun tatsächlicher Wasserstand und mögliche Weiterbefüllung geprüft werden. Das meldet die Nachrichtenagentur Jiji.

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