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Japan aktuell: Wieder gefährliche Hot Spots im AKW Fukushima entdeckt

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Aufnahmen der Gamma-Kamera am 31. Juli 2011 (Foto: TEPCO)
Aufnahmen der Gamma-Kamera am 31. Juli 2011 (Foto: TEPCO)

Zuvor noch die Ankündigung, man werde nach dem Fund eines Bereichs mit Strahlung von 10.000 Milisievert (10 Sievert) nun besonders sorgfältig nach weiteren Arealen dieser Art suchen – schon wird aus Fukushima aktuell der Fund zwei weiterer Bereiche mit hoher Strahlungskonzentration gemeldet. Diese und weitere Meldungen und Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 04. August 2011

Zwei weitere gefährliche Hotspots entdeckt: TEPCO gab bekannt, neben dem bereits bekannten Hot Spot mit einer Strahlung von 10 Sievert, seien nun in der Nähe des Rohres das mit dem Druckbehälter von Reaktor 1 verbunden ist, weitere gefährliche Bereiche mit Strahlung von 5 bzw. 10 Sievert pro Stunde entdeckt worden.

Die zweite Strahlungsquelle deren Strahlung vermutlich 10 Sievert übersteigt, wurde aufgrund der Aufnahme einer Gamma-Kamera am Sonntag entdeckt. Die Stelle befindet sich etwa zehn Meter über dem Boden und nur wenige Meter vom Bereich entfernt, wo die ersten Werte gemessen worden waren.

Der dritte gefährliche Bereich wurde von einem Spezialroboter (Packbot) zur Messung radioaktiver Strahlung in einem Belüftungsraum im zweiten Stock von Reaktor 1 entdeckt. Auch in diesem Fall befindet sich die Stelle in der Nähe des Rohres das zum Ablassen von Dampf aus dem Druckbehälter genutzt wird. In diesem Fall betrug die Belastung 5 Sievert pro Stunde.

TEPCO geht davon aus, dass sich radioaktives Material am Rohr angesammelt hat, nachdem die Entlüftungsöffnungen während des Unglücks am 11. März geöffnet worden waren. Das Unternehmen vermutet auch, dass durch die Lüftungen weiterhin Radioaktivität freigesetzt wird. Das melden Yomiuri und Asahi Shimbun.

Japans Regierung entlässt drei hochrangige Beamte: Japans Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Banri Kaieda erklärte am heutigen Donnerstag er habe sich dazu entschieden drei bisherige Beamte zu entlassen, die mit Angelegenheuten der Atompolitik zu tun hatten, um einen Aufbau mit neuen Leuten zu ermöglichen. Die Überlegungen zur personellen Umstrukturierung seien jedoch  bereits vor dem NISA-Skandal angelaufen, so Kaieda. Das meldet die Nachrichtenagentur jiji, sowie die Mainichi Shimbun.

Bei den betroffenen Personen handelt es sich um den Vizeminister des Ministeriums (METI), Kazuo Matsunaga sowie Nobuaki Terasaka, Leiter der Nuklearsicherheitsbehörde NISA und  Tetsuhiro Hosono, Leiter der Behörde für Rohstoffe und Energie, die dieser übergeordnet ist.

Grenzwerte für Kinder sollen gesenkt werden: Voraussichtlich Ende August sollen  die zulässigen Höchstwerte an jährlicher radioaktiver Belastung die für Kinder gelten gesenkt werden, das berichtet die NHK. Der jetzige Grenzwert beträgt 20 Milisievert pro Jahr. Bereits zuvor hatten Lehrer und Eltern die Herabsetzung gefordert, aus Angst vor radioaktiver Belastung haben viele Kindergärten und Schulen die Aktivitäten im Freien stark eingeschränkt

Zu den Maßnahmen um die Radioaktivität etwa auf Spielplätzen zu senken, gehört auch das Abtragen der oberen Erdschichten. Vom Fortschritt dieser Aktion will sich Bildungsminister Yoshiaki Takaki beim Besuch einer Grundschule in Fukushima überzeugen. Sein Bericht sowie die Messwerte in Bereichen um das AKW Fukushima Daiichi herum werden die Entscheidung beeinflussen.

1 KOMMENTAR

  1. Fukushima bleibt ein Alptraum ! Es werden noch viel mehr grausige Wahrheiten ans Licht kommen. Das große Sterben kommt erst noch.
    Japan strahlt – aber nicht vor Freude ! Tepco und die Regierung können froh sein, dass das Volk auf Grund seiner Mentalität so ruhig bleibt.- Noch jedenfalls. In Deutschland wäre das unmöglich gewesen, wir alle wären auf die Barikaden gegangen, nach solch einem Super- Gau! Die Japaner wollen der verfluchten Wahrheit nicht ins Auge sehen – aus Angst zu begreifen, was geschehen ist.
    Japan wird bald nicht mehr genug Kliniken zur Verfügung haben, um seine Krebspatienten betreuen zu können.
    Japan bebt und bebt und bebt. Nicht nur Fukushima ist davon betroffen. Diverse Meiler haben dadurch schon einen gehörigen Knacks bekommen. Psst – aber nicht weiter sagen, geheim ! Soll doch erst mal richtig was passieren, so lange kann man ja noch Profit schlagen.
    Ich frage mich um Gottes Willen: Was muß noch passieren ? Wie dumm kann ein Mensch sein, der immer noch für die Atomwirtschaft plädiert ? Mein Gott – erlöse uns von dem Übel, denn dein ist das Reich – unsere Erde,ist die Herrlichkeit. – Wie lange noch ?

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