Start Aktuelles Japan aktuell: Zahl der Katastrophenopfer zum Jahresende

Japan aktuell: Zahl der Katastrophenopfer zum Jahresende

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Tsunamiwelle spült Autos fort 11-03-2011 Foto: Tepco
Tsunami spült Autos fort (Aufnahme vom 11. März 2011. Foto: TEPCO)
Tsunamiwelle spült Autos fort 11-03-2011 Foto: Tepco
Tsunami spült Autos fort (Aufnahme vom 11. März 2011. Foto: TEPCO)

Gegen Ende des Jahres scheint auch das Ende des Lebens verstärkt für die Medien von Relevanz zu sein – der Eindruck könnte entstehen, wenn man die Themen japanischer Meldungen verfolgt. Ging es zunächst darum, dass 2011 das erste Mal seit 19 Jahren keine Hinrichtung in Japan erfolgte, sind nun der Ärger von Hinterbliebenen über diesen Umstand, die Zahl der endgültig zum Tode verurteilten – sie beträgt 129 – sowie der Sachverhalt, dass 45 Prozent der Todeskandidaten eine Medikation aufgrund von psychischen Stress erhalten, von Bedeutung für die Yomiuri Shimbun.

Doch tatsächlich umfassen die heutigen Fukushima News nicht nur Meldungen zu dem was am AKW Fukushima aktuell geschieht, sondern auch die für dieses Jahr letzten Toten- und Vermisstenzahlen nach den Naturkatastrophen vom 11. März 2011. Diese und weitere Informationen wie üblich im heutigen Spreadnews Japan-Ticker vom 30. Dezember 2011.

Zahlen zu den Todesopfern:  Mit dem Stand vom 11. Dezember beziffert die Nationale Polizeibehörde die Zahl  von insgesamt 15.773 Leichen in den drei am schwersten getroffenen Präfekturen, von denen 15,104 durch die Arbeit von 1.500 Personen, darunter 500 Leichenbeschauer und Polizeibeamte aus dem ganzen Land, identifiziert werden konnten.

Insgesamt konnten 2.383 Leichen und damit etwa 15 Prozent der Opfer der Naturkatastrophen vom März diesen Jahres, durch den Abgleich von 7000 DNA-Proben von Hinterbliebenen, die in einer Datenbank gespeichert worden waren, erfolgreich identifiziert werden. In 138 Fällen war dies sogar die einzige verbliebene Identifikationsmöglichkeit, da anders als bei den übrigen Leichen, keine zusätzlichen Hinweise wie Zahnabdrücke oder Führerscheine verfügbar waren.

Letzte Fukushima-Suchaktion in diesem Jahr: Die Präfekturpolizei Fukushima hat in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr am 29. und 30. Dezember die letzte große Suchaktion im Küstengebiet durchgeführt, so ein Artikel der Asahi Shimbun. Mit dem Stand vom 29. Dezember gelten 218 Personen noch als vermisst. Landesweit sind es noch etwa 3.451 Personen.

Informationen zum Fukushima-Notstromgenerator 1991: Die Mainichi Shimbun berichtet heute ebenfalls über den Zwischenfall vom 30. Oktober 1991 und ist dabei etwas detaillierter als der Artikel der NHK. So habe es sich um Meerwasser gehandelt,. dass zur Kühlung benutzt worden sei und durch ein Leck mit einer Rate von 20 Kubikmetern pro Stunde das Gebäude des Notstromsystems durch die Tür und Öffnungen für Kabel geflutet habe. Eine der beiden Einheiten sei komplett überflutet worden, ihr Antrieb habe jedoch weiterhin funktioniert.

Weiteres Schlauchleck auf Gelände des AKW Fukushima: Am gestrigen Donnerstag stellte ein TEPCO-Mitarbeiter in der Nähe der Behälter für belastetes Wasser der Entsalzungseinheit einen Wasseraustritt an einem Schlauch durch eine undichte Stelle fest. Eine Überprüfung ergab, dass es sich bei dem austretenden Wasser um Frischwasser vom Sakashita Damm handelte, eine sicherheitshalber durchgeführt Nuklidanalyse ergab keine Auffälligkeiten.

Die Weiterleitung des Wassers wurde zunächst gestoppt und die Leckstelle mit Klebeband abgedichtet, so dass die Menge des austretenden Wassers nun durchschnittlich ein Tropen alle zwei Minuten beträgt. Das Wasser gelangte nicht in die Umwelt, der Schlauch soll so bald wie möglich ausgetauscht werden.

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