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Japan aktuell: Zusammenbruch eines Arbeiters im AKW Fukushima und radioaktive Belastung von Grüntee

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Flur vor dem Ruhebereich am AKW Fukushima. Foto: Tepco
Atempause: Flur vor dem Ruhebereich am AKW Fukushima. Foto: Tepco
Flur vor dem Ruhebereich am AKW Fukushima. Foto: Tepco
Atempause: Flur vor dem Ruhebereich im Dienstgebäude am AKW Fukushima. Foto: Tepco

Als tragische Helden eines Selbstmordkommandos, die voller Selbstaufopferung alles tun, um eine Verschlimmerung der Lage abzuwenden, wurden die „Fukushima 50“ genannten Arbeiter bekannt. Nachdem bereits mehrere Arbeiter ums Leben gekommen waren, zuletzt ein älterer Angestellter, der zunächst bewusstlos worden war und kurz darauf verstarb, gibt es nun einen weiteren Fall eines körperlichen Zusammenbruchs.

 

Neben dem aromatischen Duft und dem einzigartigen Geschmack, sind es vor allem die gesundheitsfördernden Wirkungen, die den grünen Tee auch außerhalb Japans populär
machen. Nun scheint das alkoholfreie japanische Nationalgetränk jedoch ebenfalls vom Schreckgespenst der radioaktiven Belastung bedroht zu sein.

Lesen Sie mehr im heutigen Spreadnews Japan-Ticker vom 10. Juni 2011

Todesfälle durch Überarbeitung: Bislang wurden mindestens zehn Fälle von Karoshi, wie in Japan der Tod durch Überarbeitung genannt wird, mit den Folgen des Tohoku-Erdbeben in Verbindung gebracht. Eine Karoshi-Opferschutzorganisation wies darauf hin, dass nicht nur Menschen vor Ort daran sterben könnten, auch Mitarbeiter die das Arbeitspensum von Kollegen die in Krisengebieten helfen müssten, seien in Gefahr. Das meldet die Mainichi Shimbun

Versuchte Vertuschung der Teebelastung: Offenbar hat ein Mitarbeiter der Präfekturalverwaltung Shizuoka einen Händler angewiesen, die Meldung über den Fund nicht selbst auf ihrer Webseite zu veröffentlichen, um den Teebauern nicht zu schaden, stattdessen werde die Präfekturführung diese Informationen herausgeben, so ein Bericht der Mainichi Shimbun. Zu dem Vorfall befragt äußerte sich die Präfektur „der Mitarbeiter habe die Befürchtung gehabt, eine derartige Warnung könne für Angst sorgen„.

Grüner Tee in Teeanbaugebiet radioaktiv belastet:

Eine Teekanne
Grüner Tee: Vom Gesundheitstrank zum Gesundheitsrisiko?

In der Präfektur Shizuoka, 370km südwestlich des AKW Fukushima Daiichi, wurden in getrockneten Teeblättern aus dem Anbaugebiet Warashina erhöhte Radioaktivitätswerte von 679 Bq/kg festgestellt, die deutlich über dem Grenzwert von 500 Bq/kg liegen. Die Präfektur Shizuoka ist eines der gropßen Teeanbaugebiete Japans, hier liegt neben Warashina beispielsweise auch die für ihren Sencha bekannte Plantage Makinohara Daichaen.

Opfer ziehen Auffanglagern den Übergangshäusern vor:
Trotz der gefährlichen Lage, versuchen viele Flüchtlinge, Übergangshäuser in der Nähe ihrer früheren Wohnorte zu bekommen, anstatt in sicherere Gebiete zu ziehen. Nun meldet die Yomiuri Shimbun, das es jedoch eine Zahl von Flüchtlingen vorzieht in den Auffanglagern zu bleiben, statt Übergangshäuser zu beziehen. Grund dafür sind sowohl die oft ungünstige Lage in Entfernung zu Krankenhäusern und Geschäften, als auch die vielerorts noch fehlende Wasserversorgung.

Wiederaufbau läuft schleppend: Eine große Zahl an Opfern, die durch die Naturkatastrophen im März ihr Obdach verloren, leben weiterhin in Notlagern, läuft doch auch der Aufbau von Übergangshäusern langsamer als gedacht. So sind etwa bislang lediglich die Hälfte der 52.000 benötigten Übergangshäuser in den Präfekturen iwate, Miyagi und Fukushima fertiggestellt. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Fukushima-Arbeiter wurde bewusstlos: Wie die Nachrichtenagentur Jiji berichtet ist der Angestellte eines TEPCO-Partnerunternehmens im AKW Fukushima Daiichi während seiner Arbeit bewusstlos zusammengebrochen. Der um die 40 Jahre alte Mann war mit dem versprühen von Chemikalien zur Bindung radioaktiver Partikel beschäftigt und trug Schutzanzug und Atemmaske, bevor er bewusstlos aufgefunden worden war und mit einem Notfallhelikopter in ein Krankenhaus in Iwaki ausgeflogen werden musste.

In der Vergangenheit hatte es mehrfach Berichte über Kreislaufprobleme bei Angestellten gegeben, als Reaktion hierauf wurden Pausengebäude geschaffen, in denen die Arbeiter sich zwischen den Schichten ausruhen können. Nun wurde TEPCO erneut angewiesen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

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