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Japan aktuelle: Suche nach Strahlungsquelle im AKW Fukushima

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Roboterfoto der 10 Sievert Krisenstelle. Foto: TEPCO
Roboterfoto der zehn Sievert Kristenstelle. Foto: TEPCO
Roboterfoto der 10 Sievert Krisenstelle. Foto: TEPCO
Roboterfoto der zehn Sievert Krisenstelle. Foto: TEPCO

TEPCO hat am heutigen Tag nicht nur Innenaufnahmen der Krisenstelle in deren Bereich die tödliche Dosis von 10 Sievert gemessen worden war veröffentlicht – auch sonst gibt es einiges vom AKW Fukushima aktuell zu berichten.

Neben Fukushima-News wie üblich auch weitere Informationen über die Auswirkungen der Atomkatastrophe im Spreadnews Japan-Ticker vom 03. August 2011.

TEPCO will Meer mit Wall schützen: Innerhalb von zwei Jahren will der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi eine 800 Meter lange und 30 Meter tiefe Schutzwand aus Stahl vor der Küste bauen, die weiter als die bisherigen Schutzmaßnahmen reicht. Über die Kosten des Projektes gibt es einem Bericht der Asahi Shimbun zufolge bislang keine Angaben.

DPJ fordert Enteignung von belasteten Gebieten: Ein Ausschuss der regierenden demokratischen Partei DPJ haben einen Antrag vorgelegt, in dem sie die Regierung dazu drängen, Gebiete die sich in direkter Nachbarschaft zum AKW Fukushima Daiichi befinden und daher radioaktive Belastungen aufweisen zu enteignen. Dies werde auch bislang im Gebiet verbliebene Einwohner dazu bringen wegzuziehen, da eine Eindämmung der Folgen der Atomkatastrophe noch Jahrzehnte dauern werde. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Auffinden der Strahlungsquelle bereitet Probleme: Nach Angaben von TEPCO ist der Grund, warum an der Verbindungsstelle des Rohres eine derart hohe Strahlendosis von 10 Sievert festgestellt wurde unklar, die genaue Strahlungsquelle ist noch unbekannt. Bislang seien keine höheren Werte gemessen worden.

Da der Fund an einer Stelle erfolgte die in unmittelbarer Nähe zur Entlüftung liegt, sei eine größere Freisetzung von Radioaktivität als bislang gedacht wahrscheinlich, besonders auf dem Gelände der Anlage könnten sich weitere gefährliche Hot Spots befinden. Die Suche nach diesen verzögert die eigentlichen Arbeiten natürlich zusätzlich.

Bislang hatte man angenommen, die höchsten Strahlungswerte seien innerhalb der  Gebäude. welche die Reaktorkerne beinhalten zu erwartet. Allerdings wurde versichert, bislang hätten keine Angestellten in dem gefährlichen Bereich tödlicher Strahlung gearbeitet. Das meldet die Asahi Shimbun.

Einwohner wollen gerichtlich gegen AKW-Neustart vorgehen: Insgesamt 168  Einwohner der Präfekturen Fukui, Kyoto, Osaka und Shiga haben am 2. August beim Amtsgericht  Otsu einen Antrag auf eine einstweilige richterliche Verfügung gestellt, die ein erneutes Hochfahren der Atomkraftwerke in der Präfektur Fukui, die zur Kansai Electric gehören, verhindern soll.

Betroffen von der Forderung sind dem Artikel der Mainichi Shimbun zufolge die Reakoren 1 und 4 am AKW Mihama, die Reaktoren 1, 3 und 4 am AKW Oi sowie die Reaktoren 1 und 4 am AKW Takahama. Als Begründung führen die Antragsteller die Überalterung der Anlagen und die Gefahr einer Kontamination des Biwa-Sees an.

Japan will vor Küste nach Methanhydrat bohren: Nach Angaben der Nachrichtenagentur jiji will Japan zwischen Januar und Februar 2012 vor der Küste Zentraljapans Probebohrungen bei der Suche nach Methanhydrat vornehmen, so die Bekanntmachung des Instituts für Wirtschaft, Handel und Industrie. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann auch Proben genommen werden.

Bei der Suche nach alternativen Energiequellen auf Methanhydrat zurückzugreifen ist aufgrund klimatischer Risiken durch Massenfreisetzung zwar nicht ungefährlich. Durch das Vorkommen vor Japans Küste ist es jedoch eine attraktive Möglichkeit.

NISA wird möglicherweise Umweltministerium untergeordnet: Als Reaktion auf die Meinungsmanipulationsskandale in die auch die japanische Atomenergiesicherheitsbehörde NISA verwickelt ist, soll die Behörde die bislang Teil des Industrieministeriums war, möglicherweise dem Umweltministerium untergeordnet werden. Das geht aus einem Entwurf des Ministers für Atomkraftunfälle Goshi Hosono hervor, so die Nachrichtenagentur Kyodo.

Die Trennung des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) als Unterstützer der Atomkraft, von der Atomsicherheitsbehörde NISA, welche diese beaufsichtigen soll, sei wichtig um künftig derartige Interessenskonflikte zu verhindern.

Weitere radioaktivie Hot-Spots gekennzeichnet: Die Regierung hat weitere Stellen in der Präfektur Fukushima als radioaktive Hot Spots gekennzeichnet. Betroffen sind die  Stadt Minamisoma und das Dorf Kawauchi. Den insgesamt 72 Haushalten in den Zonen wird nahe gelegt diese Gebiete zu verlassen, da die Menge an Radioaktivität das jährliche Limit von 20 Milisievert übersteigt.

Die Hot Spots befinden sich in Gebieten die bereits lange zuvor als Gebiete benannt worden, in der Einwohner darauf gefasst sein sollten, bei verschiedenen Unglücken wie etwa einer Kraftwerksexplosion am AKW Fukushima Daiichi eine Evakuierungsempfehlung zu erhalten. Das meldet die Nachrichtenagentur Jiji. 

Regierung will Reis testen: Einem Bericht der NHK zufolge werden alle in den kommenden Monaten geernteten Reispflanzen auf radioaktive Belastung getestet werden. Während eines Treffens mit Landwirten teilte das Landwirtschaftsministerium mit, bei Reis der in Gebieten mit erhöhten Werten von radioaktivem Cäsium angebaut wurde, werde man die Reispflanzen doppelt – vor und nach der Ernte – auf Belastung testen.

Insgesamt 14 Präfekturen sind von den Kontrollen betroffen. Sollte der Grenzwert von 500 Milisievert überschritten werden, werde die Auslieferung verboten. Betroffene Bauern erhielten von TEPCO finanzielle Entschädigungen.

TEPCO startet Testlauf neuer Entsalzungsanlage : Bereits am Dienstag begann der Fukushima-Betreiber TEPCO mit ersten Testversuchen der neuen Entsalzungseinheiten. Sollten sich die Einheiten als funktionstüchtig erweisen, werden sie das bisherige System zur Dekontamination radioaktiven Abwassers ergänzen.

Zwei von Toshiba hergestellte Teile sollen das Salzwasser durch eine Verdunstungsmethode entsalzen. TEPCO hofft nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji bis Mitte August sowohl die beiden Toshiba-Entsalzungseinheiten als auch drei weitere Modelle der französischen Firma Areva vollständig in Betrieb nehmen zu können.

Bei planmäßigem Verlauf, sollen Anfang Oktober weitere drei Bauteile von Toshiba folgen, damit erhöht sich die Gesamtzahl der Verdunstungseinheiten auf insgesamt acht.

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