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Japan: Mitglied der Giftgas-Sekte zum Tode verurteilt

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Bahnhof Tokyo
Bahnhof Tokyo. Foto: KJ
Bahnhof Tokyo
Tokyos U-Bahn: Ziel des Sekten-Anschlags Foto: KJ

Das Todesurteil gegen Masami Tsuchiya, ein früheres bedeutendes Mitglieder der so genannten „Aum-Sekte“ (Ōmu Shinrikyō), die in den 1990ern durch Giftgasanschläge aufsehen erregte, wurde nun von Japans Oberstem Gerichtshof bestätigt und erneut für rechtswirksam erklärt. Damit wies das Gericht am Montag einen Antrag von Tsuchiya ab.

Dem 46-Jährigen Masami Tsuchiya wird die Beteiligung an sechs Verbrechen zur Last gelegt, die von der Ōmu Shinrikyō verübt worden waren.

Herstellung von Kampfstoffen

So soll er zu den Personen gehören, die das Giftgas Sarin hergestellt haben, das bei den Anschlägen in Matsumoto im Jahr 1994 und auf die Tokyoter U-Bahn im Jahr 1995 verwendet wurde.Bei dem Anschlag in Tokyo starben 13 Menschen, die Zahl der Opfer die sich medizinisch behandeln lassen mussten, wird auf 6.252 beziffert.

Die Sekte heute

Die religiöse Gruppierung benannte sich im Jahr 2000 in „Aleph“ um und existiert mit deutlich geringerer Mitgliederzahl weiterhin, befindet sich jedoch unter Beobachtung durch den Staat.

Neben Japan gibt es trotz des dortigen Verbots der Organisation auch in Russland noch Gruppen der Sekte, die im Untergrund aktiv sind. Die EU stuft die Sekte als terroristische Vereinigung ein.

Japan ist neben den USA die einzige moderne Industrienation, in der die Todesstrafe verhängt wird.

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