Start Aktuelles Jüdisches Neujahr 5777 angebrochen

Jüdisches Neujahr 5777 angebrochen

3107
0
TEILEN
Artikelbild - Rosch HaSchana: Honigäpfel zum jüdischen Neujahrsfest (Foto: slgckgc cc-by)
Rosch HaSchana 5777: Honigäpfel zum jüdischen Neujahrsfest (Foto: slgckgc cc-by)

Während Christen noch das Chaos der Adventszeit bevorsteht und das Ende des Jahres noch zwei Monate auf sich warten lässt, begehen Juden auf der ganzen Welt in diesen Tagen das Neujahrsfest Rosch HaSchana.

Doch nicht alleine mit dem Neujahrstermin ist man den Christen voraus. Mit Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad Celsius dürften zumindest die Juden in Israel den Wetterneid mancher Mitteleuropäer auf sich ziehen.

Das zweitägige Fest, das nach dem gregorianischen Kalender in diesem Jahr am 2. Oktober begann, ist einer der drei hohen Feiertage des Judentums, die im Jom Kippur, dem Versöhnungsfest, kulminieren werden.

Die Symbolik des Rosch HaSchana verbindet das Alte mit dem Neuen und zeigt dabei zugleich eine Verbindung von Besinnung über das Vergangene und Freude über den Neubeginn.

Mahnendes und Kontemplatives

Das Blasen des Schofar-Horns setzt nicht nur Geschick voraus, sondern der urtümliche Klang vermittelt in der Tat das Gefühl, mit etwas ehrwürdigem in Kontakt zu treten.

Der archaische Ton des Horns fordert den Hörer zur Besinnung über das Handeln im vergangenen Jahr auf und natürlich hatte jeder die eine oder andere Last auf dem Herzen, von der er sich nun innerlich befreien kann.

In Jerusalem werden die zahlreichen Zettel mit den großen und kleinen Wünschen aus der Klagemauer (Kotel) entfernt und auf dem Ölberg vergraben, so dass auch diese altehrwürdige Stätte sich im neuen Jahr den Gläubigen in Offenheit begegnet.

Fröhliches und Beschwingtes

Doch was wäre ein Fest, ohne festliche Handlungen und Rituale? Der Schmuck des Rosch HaSchana ist die weiße Farbe, die in den Räumlichkeiten der Synagoge einen edlen Rahmen für die Gemeinschaft bildet.

Die Süßspeisen zum Neujahrsfest, wie etwa die in Honig getauchten Apfelscheiben bringen die Hoffnung zum Ausdruck, das neue Jahr werde ebenso süß wie diese traditionelle Speisen werden.

Und tatsächlich – nachdem der Tod des früheren israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres am 28. September seinen Angehörigen und Freunden das alte Jahr mit einer gewissen Herbheit ausklingen ließ, wünschen sich vermutlich alle Menschen, das nun ein süßeres Jahr kommen möge.

In diesem Sinne wünschen wir all unseren Lesern ein Frohes Neues Jahr 5777

Schana Tova aus Israel.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here