Start Technik Julian Assange: Australien ermahnt Schwedens Justiz zu fairem Prozess

Julian Assange: Australien ermahnt Schwedens Justiz zu fairem Prozess

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Noch ist das Urteil über die Auslieferung des Wikileaks-Aktivisten Julian Assange von Großbritannien nach Schweden nicht gesprochen, da gibt es bereits Ermahnungen des australischen Botschafters Paul Stephens an die schwedische Justiz.

Assange habe als australischer Staatsbürger einen fairen Prozess verdient, erklärte Botschafter in einem Schreiben an die schwedische Justizministerin Beatrice Ask.

In dem Schreiben heißt es dann auch durchaus diplomatisch:

„Ich habe in der Tat keinen Zweifel, dass Sie gut über diesen Fall, der in Schweden, Australien und international starke mediale und öffentliche Beachtung fand, Bescheid wissen“.

Ich möchte die Erwartung der australischen Regierung ausdrücken, dass, falls Mr. Assange in die Hände der schwedischen Gesetzgebung gelangen sollte, sein Fall in Übereinstimmung mit den Regeln eines fairen Prozesses und den im schwedischen Recht vorgeschriebenen Maßnahmen verhandelt wird,“

Ob eine Stellungnahme zu dem Schreiben erfolgte, ist bislang nicht bekannt.

Gegner der Auslieferung sehen bei einem Prozess in Schweden deutliche Mängel, welche einen fairen Prozess verhinderten. So sei die schwedische Praxis, bei der Verhandlung von Sexualdelikten einen Teil des Prozesses nichtöffentlich zu führen kein Kennzeichen eines „fairen Prozesses“.

Auch hätte die vermutlich illegale Weitergabe von Informationen durch Staatsanwaltschaft und Polizei an die Presse eine Manipulation der öffentlichen Meinung dargestellt, durch die Assange und seine Verteidigung Nachteile erleiden könne.

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