Start Panorama Kachelmann: Befragung der Gutachter verzögert sich

Kachelmann: Befragung der Gutachter verzögert sich

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Nachdem die 5.  große Strafkammer des Mannheimer Landgerichts am 17.Verhandlungstag dem, von Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn beantragten Befangenheitsantrag gegen die  Bremer Gutachterin stattgegeben hatte, sollte der behandelnde Therapeut der Hauptbelastungszeugin befragt werden.

Als die Befragung des Heidelberger Therapeuten beginnen sollte, beantragte Strafverteidiger Johann Schwenn die Beschlagnahmung des Aktenkoffers. Der als Zeuge geladene Therapeut gab danach seinen Koffer freiwillig ab.

Zum Vorschein kam unter anderem eine leere Brotdose, eine Liste mit Behandlungsterminen und zwei Terminkalender. Auf Wunsch des Strafverteidigers und Kachelmanns Pflichtverteidigerin Andrea Combè nahm die Strafkammer den Aktenkoffer mitsamt dem Inhalt an sich.

Ohnehin hegte Johann Schwenn Animositäten gegen den Therapeuten. Kachelmanns Verteidiger warf in seiner kühl-hanseatischen Art dem Zeugen „scharlatanesk anmutendes Gebaren“ vor.

Der Therapeut habe behauptet, Todesangst bei einem Menschen riechen zu können, deshalb beantragte der Strafverteidiger den Zeugen teilweise öffentlich zu vernehmen.

Das Gericht lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass es sich bei der Befragung um ein Arzt-Patienten-Verhältnis handele und somit an eine Schweigepflicht gebunden sei. Die Öffentlichkeit müsse daher draußen bleiben.

Die geplante Vernehmung des Zeugen wurde auf den Nachmittag verschoben, weil das Gericht in die Mittagspause ging.

Der Prozess wird am 8. Dezember fortgesetzt.

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