Start Panorama Kachelmann-Prozess: Ex-Freundin soll erneut vernommen werden

Kachelmann-Prozess: Ex-Freundin soll erneut vernommen werden

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Landgericht Mannheim
Landgericht Mannheim

Am 31. Prozesstag in der Verhandlung gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann stand erneut eine Polizistin vor der 5. Großen Strafkammer  im Zeugenstand. Sie war bei der Festnahme Kachelmanns am 20. März 2010 am Rhein-Main-Flughafen Frankfurt dabei und hatte auch das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer nach der angeblichen Tat vernommen.
Die Polizistin war zuvor bereits zweimal befragt worden.

Außerdem soll die Frau, die Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt hatte, erneut vernommen und mit den bisherigen Ergebnissen der Beweisaufnahme konfrontiert werden. Im Oktober 2010 war die Ex-Freundin Kachelmanns insgesamt 20 Stunden befragt worden.

Durch eine weitere Befragung will der Strafverteidiger Johann Schwenn anhand von möglichen Abweichungen in der Aussage beweisen, dass sie auch im Bezug auf die bisherigen Beschuldigungen „die Unwahrheit“ gesagt habe. Dann könne sich das Gericht nach Ansicht Schwenns weitere Verhandlungstermine sparen und so das Verfahren kürzen. Es gehöre zu seinen Aufgaben, so Schwenn zum Verteidiger des mutmaßlichen Opfers, dass er ihr bei der „Rückkehr zur Wahrheit“ beistehe. Gleichzeitig warnte Schwenn, die Ex-Freundin habe bei einer wissentlichen Falschbezichtigung mit einer Gefängnisstrafe zu rechnen.

Johann Schwenn bezweifelt die Ausführungen des Therapeuten, der ausgesagt hatte, dass die Erinnerungslücken des mutmaßlichen Opfers auf ein Trauma zurückzuführen seien, diese Zweifel werden durch die gutachterliche Beurteilung des forensischen Psychiaters gestützt.

Das Gericht kündigte an, dass die Ex-Freundin noch einmal gehört werde.