Start Panorama Kachelmann-Prozess: Gutachter werden befragt

Kachelmann-Prozess: Gutachter werden befragt

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Am heutigen 17. Verhandlungstag wird im Vergewaltigungsprozess gegen den 52-jährigen Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann vor der 5. Großen Strafkammer des  Mannheimer Landgerichts ein wichtiger Gutachter befragt.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers soll als erster der renommierte psychiatrische Sachverständige Hans-Ludwig Kröber am Nachmittag befragt werden.

Die 37-jährige Ex-Freundin Kachelmanns sei aufgrund der Bedrohung mit dem Messer traumatisiert und der gerichtliche Gutachter soll den psychischen Zustand und damit auch die Aussagetüchtigkeit des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers beurteilen. Im Vorfeld hieß es, dass die Schilderung der Ex-Freundin lückenhaft sei.

Gegen eine Gutachterin aus Bremen hat Kachelmanns Verteidigung am 17. Verhandlungstag einen Befangenheitsantrag gestellt, da die Professorin ohne vorherige Anhörung der Verteidigung bestellt worden sei.

Der Befangenheitsantrag kam deshalb überraschend, weil die bundesweit anerkannte Psychologin ein Gutachten zur Aussage der Ex-Freundin erstellt hatte und das Gutachten der Professorin, aus dem in Presseveröffentlichungen bereits wörtlich zitiert worden war, als möglicher Beleg für Jörg Kachelmanns Unschuld gilt.

Die Staatsanwaltschaft bestreitet allerdings eine Beauftragung ohne Beteiligung der Verteidigung.

Zunächst wird die Anhörung des Therapeuten fortgesetzt, der die Hauptbelastungszeugin seit der angeblichen Vergewaltigung betreut und behandelt.

Am 27. Oktober wurde der Therapeut erstmals in einer nicht-öffentlichen Sitzung befragt und wahrscheinlich wird auch bei der Fortsetzung das Publikum nicht zugelassen und der Prozess weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt.

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