Start Panorama Kachelmann-Prozess: Kein Ende in Sicht

Kachelmann-Prozess: Kein Ende in Sicht

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Landgericht Mannheim
Landgericht Mannheim

Der Prozess um Jörg Kachelmann, der wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor dem Mannheimer Landgericht steht, wird nicht, wie bislang anvisiert bis Ende März abgeschlossen sein.

Der Grund der Verzögerung ist unter anderem die mögliche Reise des Gerichts zur Vernehmung einer Ex-Freundin Kachelmanns in der Schweiz (spreadnews berichtete)

Der Staatsanwalt Lars-Torsten Oltrogge gab an, unter Berücksichtigung aller Faktoren könne der Prozess bis ins späte Frühjahr diesen Jahres hinziehen.

Auch muss das Mannheimer Landgericht über einen weiteren Antrag des Hamburger Strafverteidigers Schwenn entscheiden. Gegen die psychologische Sachverständige Luise Greuel stellte er einen Befangenheitsantrag. Die Gutachterin sollte die Glaubhaftigkeit der Aussage der Frau, die Kachelmann angezeigt hatte, beurteilen.

Die Sachverständige  kam in ihrem schriftlichen Gutachten zu einem „offenen“ Ergebnis.

Für beide Prozesstage im neuen Jahr hat sich Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn wegen anderer Verpflichtungen entschuldigt, so dass am gestrigen 23. Prozesstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit nur Videoaufzeichnungen des mutmaßlichen Opfers in Augenschein genommen wurden.

Am heutigen Donnerstag fiel die Verhandlung wegen Abwesenheit des Strafverteidigers aus.

Weitere Sachverständige, darunter Rechtsmediziner, Psychiater und Psychologen sollen in den nächsten Wochen befragt werden.

4 KOMMENTARE

  1. an diesem prozess ist wieder erkennbar, dass, wenn prominente im verdacht stehen, sehr viel mehr aufwand angewendet wird als bei einem sogenannten „normalo“. ob jörg kachelmann schuldig gesprochen wird oder nicht, spielt schon beinahe keine rolle mehr, er word so oder so nicht mehr seine aufgaben als „wetterfrosch“ vor den fernsehschirmen nicht mehr ausüben können.

  2. Dass der Prozess sich dermaßen in die Länge zieht, kann man nicht dem Gericht anlasten. Das hat Herr K. selbst zu verantworten. Anträge über Anträge, mittendrin Anwaltswechsel… und neue Anträge.
    Dazwischen neue Zeugenbefragungen, die allerdings notwendig erscheinen. Ja, ich weiß, er macht ja „nur“ von seinem Schweigerecht Gebrauch. Aber dann soll er nicht so tun, als ob es auch seine Pflicht wäre, nichts zu sagen. Der Herr ist mir, sorry, mehr als suspekt. Wenn ihm die Tat nicht nachzuweisen ist, ok. Aber die Länge des Prozesses hat er dann immer noch selbst zu verantworten. Aber Geld hat er ja wohl…

    • Hallo, wunderbar.

      Ich möchte mal sehen, wenn Sie in der gleichen Situation wären und gegebenenfalls unschuldig sind, dann würden Sie auch zu den gesetzlich einwandfreien Mittel greifen, die Herr Kachelmann macht. Selbst die rauhbeinige Art des neuen Anwalts von Herrn kachelmann muß sein, damit den Mäulern das Maul gestopft wird, Lügen etc, über Kachelmann zu verbreiten. Haben Sie schon gemerkt, es hat geholfen. Die bild, Bunte, Focus, Schwarzer und einige mehr haben eins „rein“ gekriegt und sind jetzt fast still geworden. Und das ist das gute Recht von Kachelmann, sonst säße er bereits im Knast.
      Also, “ Butter bei die Fische“. Sie finden die Zeugensuche in der Schweiz vom Staatsanwalt richtig?
      Übigens nicht vergessen, Kachelmann hat ausgesagt und das muß reichen: Er sei unschuldig. Was soll er da noch antworten???
      Hier machen sich lächerlich, die Medien, die Berichterstattung, die Schwarzer, die Bild, die vermeintlich Vergewaltigte, der Richter und der Staatsanwalt. Messer ohne DNA, nicht das Blut des Kachelmann und und und. Ich denke, sie können lesen.
      Wenn Sie kachelmann wären, säßen Sie bereits hinter Gittern.

      • „Wenn Sie Kachelmann wären, säßen Sie bereits hinter Gittern.“ Richtig, und nicht nur bereits, sondern immer noch, und auf Dauer. Recht so? Recht und Gerichtigkeit sind simpel und eindeutig und dauerhaft das, was Gericht und Statsanwalt bestimmen, so war die Rechtsauffassung vor 70 Jahren. Kurzer Prozeß, so hätten es alle gern, alles andere ist dem Angeklagten anzulasten, denn was hat der sich da einzumischen? Das allein ist ja schon „suspekt“. Vergewaltigung so oder so, zumindest des armen Gerichts und des Möchtegern-Staatsanwaltes.

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