Start Panorama Kachelmann-Prozess: Mögliche Revision durch Staatsanwaltschaft

Kachelmann-Prozess: Mögliche Revision durch Staatsanwaltschaft

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Der Wettermoderator Jörg Kachelmann (52) war am Dienstag vom Vorwurf der besonders schweren Vergewaltigung freigesprochen worden. Nun will nach SWR-Informationen die Staatsanwaltschaft Mannheim Revision gegen den Freispruch einlegen.

Dies sagte Staatsanwalt Oskar Gattner am Freitag dem SWR. Der formale Beschluss steht noch aus. Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge dazu:“ Vor Montag wird darüber offiziell nicht entschieden„.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Plädoyer für Jörg Kachelmann vier Jahre und drei Monate gefordert.

Drei Berufsrichter und zwei Schöffen sprachen Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung an seiner langjährigen Freundin frei, da die Indizien nach Auffassung der Richter für eine Verurteilung nicht ausreichten. Das Urteil muss im Fall einer Revision vom Bundesgerichtshof überprüft werden.

Die Zeit für die Staatsanwaltschaft Revision einzulegen läuft am 7. Juni um Mitternacht ab. Die Staatsanwälte können nur dann die schriftliche Urteilsbegründung des Gerichts prüfen, wenn sie Rechtsmittel gegen das Urteil einlegt. Dann wird das schriftliche Urteil der Anklage formal zugestellt. Nach der eingelegten Revision hätte die Staatsanwaltschaft einen Monat Zeit, die Revision zu begründen.