Start Panorama Kachelmann-Prozess: Öffentliche Aussage der Ex-Freundin

Kachelmann-Prozess: Öffentliche Aussage der Ex-Freundin

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Landgericht Mannheim
Landgericht Mannheim

Erstmals hat eine frühere Freundin von Jörg Kachelmann öffentlich im Vergewaltigungsprozess vor Gericht ausgesagt.

Die Frau verteidigte am Dienstag vor dem Landgericht Mannheim ihre Entscheidung ein Interview mit dazu gehörigen Fotoaufnahmen bei der Zeitschrift „Bunte“ gemacht zu haben. Für dieses hatte sie 50.000 Euro erhalten.

Einen kleinen Geldbetrag habe sie gespendet. Die Frau sei außerdem shoppen gewesen  und in den Urlaub gefahren. 45.000 Euro habe sie noch übrig. Zudem behauptete sie, dieses Interview gegeben zu haben, um die gescheiterte langjährige Beziehung zu Kachelmann zu verarbeiten.

Das Interview mit der Zeitschrift wurde noch zu Beginn des Prozesses veröffentlicht. Nachweislich hätten sich  auch noch zwei andere Zeuginnen in den Medien geäußert. Auch sie bekamen Honorare für die geführten Interviews.

Richter Joachim Bock hatte noch vor der Vernehmung die bezahlten Medienauftritte der Zeuginnen kritisiert. Dies sei „dem Respekt vor dem Gerichtsverfahren nicht angemessen„, sagte er. Das Gericht hatte verlangt, ihre Honorarvereinbarung mit der Zeitschrift „Bunte“ offenzulegen.

Auch am Dienstag gab es keine Klarheit über Jörg Kachelmanns angebliche Eheschließung. Boulevardblätter hatten von einer Hochzeit mit einer 27 Jahre jüngeren Studentin berichtet.

Der Strafverteidiger Johann Schwenn machte keine Angaben zu den entsprechenden Behauptungen. Laut Staatsanwalt ist Kachelmann nicht verpflichtet, die vom Vorsitzenden Richter gestellte Frage über den Ring am linken Ringfinger zu beantworten.