Start Panorama Kachelmann-Prozess: Schweizer Zeugin wird vernommen

Kachelmann-Prozess: Schweizer Zeugin wird vernommen

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Richter, Staatsanwalt und Verteidigung können offensichtlich eine Zeugin in der Schweiz vernehmen. Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann (52)der seit September 2010 wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor dem Mannheimer Landgericht steht, hatte sich die Frau als Belastungszeugin aus der Schweiz gemeldet.

Bei der Befragung handelt es sich um eine nichtöffentliche Vernehmung, so dass Zeitpunkt und Ort der Vorladung nicht bekannt gegeben werden. Da die aus der Schweiz stammende Frau bisher keine Beschwerde beim deutschen Bundesstrafgericht eingelegt hat und ohnehin die Frist gegen die Beschwerde verstrichen ist, wird jetzt eine Vorladung erlassen.

Dies teilte der Zürcher Staatsanwalt Marcel Strassburger am Dienstag mit.

Laut Nachrichtenmagazin „Focus“ darf das Mannheimer Team die neue angebliche Belastungszeugin nicht direkt befragen, sondern nur über den Schweizer Staatsanwalt.

In den nächsten zwei Wochen, so wird von der Pflichtverteidigerin Andrea Combé angenommen, reist sie mit Johann Schwenn nach Zürich. Beide Anwälte zeigen sich gelassen:“Wir denken nicht, dass die Zeugin den Tatvorwurf gegen unseren Mandanten stützen wird“, sagte Combé.

Der Schweizer Sender Radio Sunshine bestätigte am Dienstag, dass Jörg Kachelmann das Wetter nicht mehr kommentieren wird. Nach Beschwerden von Hörern wird bis auf weiteres auf die Wettermoderation von Kachelmann verzichtet.

Bei Radio Basel ist Kachelmann weiterhin auf Sendung. Freitags wird er das Wetter fürs Wochenende moderieren. Solange Jörg Kachelmann nicht verurteilt ist, gilt die Unschuldsvermutung, so der Chefredakteur Christian Heeb.

Am Mittwoch wird Alice Schwarzer als Zeugin vom Landgericht Mannheim befragt.

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