Start Panorama Kachelmann-Prozess: Schweizerin keine Belastungszeugin

Kachelmann-Prozess: Schweizerin keine Belastungszeugin

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Beim stundenlangen Verhör der Schweizer Zeugin in Zürich wurden offenbar nach SPIEGEL-ONLINE Informationen keine belastenden Momente gegen Jörg Kachelmann gefunden. Das von der Staatsanwaltschaft Mannheim erhoffte Ergebnis blieb somit aus – hatten sie doch gehofft, Beweise für die Schuld des Wettermoderators zu erhalten.

Außer Reise-und Übernachtungskosten reiste man ohne nennenswerten Ergebnisse zurück nach Deutschland. Die mögliche Belastungszeugin war zuvor durch die Auswertung von Kachelmanns Handydaten ermittelt worden.

Die Reise nach Zürich, die Kachelmann, Richter, zwei Staatsanwälte, die Verteidiger Kachelmanns, der Nebenklagevertreter und Ergänzungsrichter unternahmen, um weitere Informationen über Kachelmanns sexuelle Übergriffe zu erhalten blieb damit praktisch erfolglos.

Die angebliche Zeugin hatte zuvor deutlich gemacht, dass sie nicht in Deutschland aussagen wolle, was die Mannheimer Justizkarawane in die Schweiz auslöste.

Fragen allerdings durften die Prozessbeteiligten nichts, sondern mussten ihre Fragen schriftlich formulieren und sie dem Schweizer Staatsanwalt vorlegen. Nicht alle Fragen wurden zugelassen, lautete es aus der Schweiz.

Das Ergebnis der Befragung war für die Anklage enttäuschend: Weder sei die Frau aus der Schweiz Freundin, Partnerin noch die Geliebte Kachelmanns gewesen. Bei einem Shooting hätte man sich gut verstanden und sich beim Abschied geküsst.  Dieser Annäherung Kachelmanns , die sie angeblich nicht beabsichtigt hatte, habe sie sich nicht widersetzt, zu weiteren Treffen sei es nicht gekommen.

Im Blätterwald hatten darüber hinaus auch Mutmaßungen gerauscht, dass die Frau nach der Begegnung mit Jörg Kachelmann  im Januar 2010 traumatisiert und lange Zeit nicht mehr arbeitsfähig war.

Auch diese Behauptung sei falsch gewesen. Die Frau war im vergangenen Sommer zwar in der Tat krankgeschrieben worden, allerdings lediglich wegen Arbeitsüberlastung. . Diesen Fakt habe sie der Staatsanwaltschaft in Deutschland allerdings auch mitgeteilt.

Ernüchterndes Fazit der Befragung in der Schweiz: Außer Spesen, nichts gewesen.

14 KOMMENTARE

  1. Wenn ich jetzt lese, was die Zeugin bereits im Vorfeld der Staatsanwaltschaft mitgeteilt hat, frage ich mich ernsthaft, was diese Posse sollte. Wer zahlt das jetzt? Wie ausführlich sind dagegen eigentlich die Antragsformulare, auf denen eine alleinerziehende Hartz IV-Mutter für ein paar extra Euro betteln muss? Das alles ist nicht nur unfassbar, sondern sehr beschämend.

  2. Und wer bezahlt die Kosten, hätte man da nicht vorher besser nachforschen können, bevor es zu solchem Aufwand kommt. Die Frau muß nicht ganz sauber sein, so was gehört auch angezeigt

    • …Woher hat Spiegel-Online die Informationen? Von den Anwälten von Herrn Kachelmann – es würde mich nicht wundern! Da keine Journalisten bei den Befragungen der Schweizer Zeugin dabei waren bzw. zugelassen wurden, und auch die Staatsanwaltschaft etc. sich dazu nicht äußerte, haben meines Erachtens die Medienanwälte von Herrn Kachelmann wieder ganze Arbeit geleistet und der Presse nur solche Infos zugetragen, die ihren Mandanten natürlich wieder einmal entlasten, anstatt belasten! Wieso sollte die Zeugin einen ganzen Tag lang befragt werden, wenn sie Herrn Kachelmann angeblich nur kurz kannte und zu seiner Person gar nichts aussagen kann!? Wieso sollte diese Vernehmung in der Schweiz widerum „Hauptbestandteil“ in den nächsten Tagen im Mannheimer Landgericht sein, wenn die Zeugin mit dem Angeklagten eigentlich nichts zu tun hatte!? Die Infos, die nur aus einer ganz bestimmten Richtung kommen, sollte man kritisch gegenüber stehen – solange diese nicht auch von anderer Stelle bestätigt wurden.

  3. die deutschen richter tun alles um jürg kachelmann in die pfanne zu hauen es ist üblich dass man auf fremde losgeht ,hat sich nichts verändert
    war doch schon da und man hat einfach zugesehen.
    und diese blonde emanze sollte wegen übler nachrede vor gericht gestellt werden ,ach ich habe vergessen dass sie deutsche ist.

  4. ach dummschreiber gibts wie sand am meer,

    zum beispiel dieser dieter marschall ,von beruf pauker ist auch so ein < zensiert – d. Redaktion>

  5. Reine Spekulation. Es gab keine Informationen zum Inhalt der Befragung.

    „Außer Spesen, nichts gewesen“ gilt wohl vor allem für die armen Journalisten, die nach Zürich gereist sind.

  6. Der Ausflug in die Schweiz war doch von vorneherein unsinnig!
    Auch wenn die Aussage belastend für K. gewesen wäre,
    hätte sie nichts über die Tat,die im zur Last gelegt wird,
    ausgesagt,wäre also nicht wirklich verfahrens,-und schon gar nicht
    tatrelevant gewesen. Warum also dieses ganze Procedere???

  7. die reise in die schweiz lässt errinnern an das kinderspiel von der reise nach jerusalem.viel gedrängel um nichts.ganz abzusehen von den unnötigen kosten die zunächst mal der deutsche steuerzahler trägt.nur im falle einer veurteilung von herrn kachelmann hätte dieser auch noch diese kosten an der backe.—wie auch die ganzen anderen enstandenen prozess und gutachterkosten.hinzu kämen noch die zeugenentschädigskosten und die gerichtskosten.im falle eines freispruchs bleiben aber diese kosten die zwischenzeitlich deutlich im 6 stelligen bereich liegen düften allesammt beim steuerzahler hängen.und das nur weil zwei von sich eingenommene staatanwälte anscheinend realitätsfremde einseitige ermittlungen führen.zugegebenermaßen sind die sexuellen vorlieben des herrn kachelmann fragwürdig und nicht jedermans sache.jedoch erstaunt der umstand schon sehr, daß es damen gibt die jahrelang sich mit interesse zu solchen praktiken hingebungsvoll hingezogen gefühlt haben.zugleich sollten die bekannten wiedersprüche in den vorermittlungen die staatsanwaltschaft spätestens jetzt wachrütteln und jeglichen weiterungen zu einem kurzen baldigen ende des rosenkrieges führen.

  8. Schon wieder eine Schlappe für die Mannheimer Justiz, die merken doch schon lange nicht mehr wie peinlich die sind.

  9. Tina B

    Arme Mannheimer Justiz! Wenn mal bei den richtigen Sex-Tätern (vor allen Dingen Kinderschänder) so viel Aufwand betrieben würde wie in dem Fall Kachelmann, dann sähe die Gerechtigkeit in Deutschland anders aus. Macht endlich Schluß mit dem Prozeß; es geschah im gegenseitigen Einvernehmen.

  10. Manchmal fragt man sich, ob eventuell eine Verabredung zu einer Straftat vorliegen könnte. Aber es escheint unwahrscheinlich, das für ein Drehbuch zu tun – außer vielleicht perverse.

    • Bei der ganzen Geschichte sollte man sich vor Augen halten, dass Herr Kachelmann den europaweit grössten Wetterdienst unterhält und sehr oft kompetent Auskunft gibt über das Wetter. Erinnern wir uns: Als Kachelmann verhaftet wurde, brach (welch ein Zufall) der Vulkan in Island aus und hatte mit seinem „Ascheregen“ über ganz Westeuropa ein Flugverbot zur Folge. Kachelmann hätte den Airlines Auskunft geben können. Aber nix da. Der war ja im Knast. Und just zur selben Zeit unternahm eine Woche lang die Nato, dieses MORDsmässige Friedensintrument, ein ungestört ein Flugmanöver: Ziel: Angriff, sorry, Verteidigung der Demokratie in Iran . . . Noch Fragen? Wir sollten also aufhören, uns wie z.B. Bild, Alice Schwarzer etc mit Geschichten aufzuhalten wie der böse Triebtäter, Vergewaltiger. Was die arme „Vergewaltigte“/“Genötigte“ im Schilde führt bzw. wer sie führt ist eine Frage, die diskutiert werden müsste. Wenn überhaupt. Und mit Wickileaks Julian Paul Assange ist es nichts anderes. Aber es ist gut, Freunde wie die Bellizisten in USA oder Europa zu haben. Siehe J. Fischers und D. Cohn-Bendits Stellungnahme zum Überfall auf Libyen. Vorher Balkan. Der Wahnsinn hat Methode.

  11. Im Moment ist der Kinderschänderprozess in Koblenz und ich finde es merkwürdig,dass Alice Schwarzer sich um die Opfer in dem Prozess nicht kümmert oder wenigstens am Prozess mit teil nimmt.

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