Start Panorama Kachelmann-Prozess: Verlage sollen durchsucht werden

Kachelmann-Prozess: Verlage sollen durchsucht werden

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Der  52-jährige einstige Wettermoderator Jörg Kachelmann steht wegen Vergewaltigungsvorwürfen weiterhin vor dem Mannheimer Landgericht.

Kachelmann wird seit dem 6. September beschuldigt, seine langjährige Freundin mit einem Messer bedroht und sie anschließend vergewaltigt zu haben. Der Angeklagte bestreitet die Tat.

Am heutigen Mittwoch (8. Dezember ) hat der Strafverteidiger Kachelmanns am 18. Verhandlungstag einen Antrag gestellt. Der Anwalt beantragte die Durchsuchung der „Focus“ und „Bunte“ Redaktionen, um Datenträger und Schriftstücke sicherzustellen, so Johann Schwenn, die geeignet sein sollen, um seinen Mandanten zu entlasten.

Eine der Ex-Freundinnen Kachelmanns hatte neben ihrer Zeugenaussage auch noch Interviews im „Bunte“-Magazin gegeben.

Da das Nachrichtenmagazin „Focus“ über eine neue Belastungszeugin berichtet hatte, warf Kachelmanns Verteidiger dem Nachrichtenmagazin vor, selektive Presseinformationen zu veröffentlichen, die seiner Ansicht nach das Verfahren seines Mandanten nachteilig beeinflussen können.

Beiden Magazinen warf Johann Schwenn „üble Nachrede und Beeinflussung des Verfahrens“ vor. Für kurze Zeit wurde wurde nach dem Antrag die Verhandlung zur Beratung unterbrochen.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit begann nach einer kurzen Pause die Vernehmung des Heidelberger Therapeuten, der das mutmaßliche Opfer seit dem vermeintlichen Übergriff betreut.

Der Traumatologe gilt zwischen Verteidiger und Staatsanwalt mehr als umstritten, da der Therapeut die These vertritt, dass die Erinnerungslücken seiner Patientin auf eine Traumatisierung hindeuten könnten.

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