Start Panorama Kachelmann-Prozess: Zeugin erhielt Rekordhonorar für Interview

Kachelmann-Prozess: Zeugin erhielt Rekordhonorar für Interview

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Landgericht Mannheim
Landgericht Mannheim

Korrektur: Aufgrund widersprüchlicher Angaben ging die Redaktion zunächst von einer Schweizer Zeugin aus, diese Angaben wurden nun korrigiert. Wir bitten um Ihr Verständnis – d. Red.

Der Vergewaltigungsprozess zu Ungunsten Jörg Kachelmanns nimmt erneut befremdliche Formen an. Am 33. Verhandlungstag verteilte der Vorsitzende Richter Michael Seidling an die Prozessbeteiligten zur Einsicht einen Vertrag zwischen der Zeugin und der Illustrierten „Bunte“.  Die Zeugin hatte  zuvor  die Honorarvereinbarung mit der Zeitschrift dem Gericht vorgelegt.

Wie Kachelmanns Strafverteidiger Johann Schwenn mitteilte, bekam die Zeugin die  Summe von 50.000 Euro für das Medieninterview.

Der Verteidiger  warf die Frage auf , welche Gegenleistungen die Zeugin neben dem Interview noch erbracht habe und sprach im Zusammengang mit dem Honorar von einer „Rekordsumme“.

Die  Zeitschrift „Bunte“, zur Burda-Gruppe gehörend, hatte aufgrund des bezahlten Interviews bereits noch vor Beginn des Prozesses am Mannheimer Landgericht eine Titelstory mit der Zeugin veröffentlichen können. Dort berichtete sie ausgiebig über ihre Beziehung zum Angeklagten.

Damals glaubte  die Aussagende, dass sie die einzige Freundin Kachelmanns sei. Nach dem Erscheinen der Story sagte sie vor dem Landgericht Mannheim aus. Da die Zeugin in ihrer Aussage auch über sehr private Details aussagen wollte, wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt.

2 KOMMENTARE

  1. Ganz schnell ausbessern, nicht die Schweizer Zeugin bekam das Honorar, sondern eine Hamburger Ex-Geliebte!

    • Vielen Dank für Ihren Hinweis, der Inhalt des Artikels wurde entsprechend angepasst – die Red.

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