Start Panorama Klage vor Gericht: Hells Angels wehren sich

Klage vor Gericht: Hells Angels wehren sich

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Hells Angels Mitglieder
Trier: Drogenprozess gegen drei Mitglieder der Hells Angels (Abb. symbolisch)

Die Pforzheimer „Hells Angels MC“ wehren sich mit zwei Klagen gegen das am 10. Juni ausgesprochenen Vereinsverbot. Nun muss sich der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg damit befassen. Der Termin der Verhandlung steht noch nicht fest.

Ein Vereinsverbotsverfahren hat es hier seit längerem nicht gegeben, sagte ein Sprecher des VGH.

Dem Vereinsverbot vorausgegangen waren 21 Eilverfahren, die sich gegen Durchsuchungen wendeten. Die „Hells Angels MC“ als Beschwerdeführer sehen sich wegen der Razzien in ihren Grundrechten verletzt. In der kommenden Woche wird mit einer Entscheidung gerechnet.

Das Verbot für die „Hells Angels MC Charter Borderland“ und deren Unterstützerclub „Commando 81 Borderland“ wurde ausgestellt, nachdem sie sich mit der Türstehervereinigung der „United Tribuns“ mit Baseballschlägern und Messern blutige Kämpfe geliefert hatten. Drei Männer wurden dabei schwer verletzt.

Davor waren in einer groß angelegten Razzia zwei Dutzend Wohnungen, Lokale und Clubheime der „Hells Angels“ rund um Pforzheim durchsucht und zahlreiche Waffen – darunter eine Armbrust, ein Samuraischwert und Pistolen – sowie Drogen und Anabolika, drei Molotow-Cocktails, Hakenkreuz-Abzeichen, Vereinswesten (so genannte Kutten), Computer und Bargeld im Wert von 18.000 Euro beschlagnahmt. Außerdem wurden 13 Konten bei 7 Banken eingefroren.

Bundesweit bestehen sieben Verbotsverfahren gegen Rockergruppen – zwei davon in Baden-Württemberg. Der Verein ist mit seinen Unterorganisationen somit aufgelöst. Auch das Tragen von Kutten und Emblemen ist verboten. Ebenfalls gesperrt wurde die Präsenz im Internet.

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