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Kontroverse um Lionel Messis Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2010

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Dass Lionel Messi zum aktuellen Weltfußballer des Jahres gewählt wurde, hat weltweit für die unterschiedlichsten Reaktionen gesorgt.

Bei den Spaniern, deren Top-Club FC Barcelona alle drei Kandidaten der Wahl unter Vertrag hat, ist in den letzten Tagen vor allem Unverständnis aufgekommen. Sie haben in erster Linie die Weltmeisterschaft vor Augen, bei der Messi sich mit seiner Argentinischen Nationalmannschaft wenig glanzvoll präsentiert hat. Im Gegensatz dazu brachte das spanische Team den Pokal nach Hause, der der beste Beweis für die Leistung der spanischen Spieler ist.

Im Vorfeld galt so Iniesta, der das entscheidende Tor Spaniens gegen die Niederlande geschossen hatte, als Favorit für dem Goldenen Ball. Dass die Weltmeisterschaft in Südafrika aber nicht das einzige ausschlaggebende Kriterium für die Entscheidung des weltbesten Spielers sein würde, war allerdings auch schon abzusehen. Die ursprünglich nominierten Spieler für den Titel setzten sich nicht nur aus Spaniern, Argentiniern und Brasilianern zusammen, sondern auch aus fünf Spielern der deutschen Nationalmannschaft, die bei der WM für große Begeisterung sorgen und ihre Marktwerte erheblich steigern konnten. Dass es keiner von ihnen unter die letzten drei schaffte, zeugt davon, dass auch Leistungen in der jeweiligen Liga berücksichtigt wurden.

In anderen Ländern wie Frankreich sieht man Lionel Messi deshalb als würdigen Träger der Auszeichnung. Schließlich wurde er in der vergangenen Saison Torschützenkönig der Primera Division und scheint auch aktuell wieder in Topform zu sein.

Wieder andere Pressestimmen suchen die Gründe für seine Wahl zum Weltfußballer ganz woanders. So vermutet die neue Züricher Zeitung eine mögliche Begründung darin, dass er „wie kein anderer für den Glauben an das Gute und die Hoffnung im Fußball steht“.

Lionel Messi selbst reagierte wie viele andere überrascht, die Auszeichnung entgegen nehmen zu dürfen, und stellte klar, dass seine Teamkollegen und Mitkandidaten den Goldenen Ball ebenfalls verdient hätten.

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