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Kontroverse zu möglichen Erhöhung von Hartz IV

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Eine mögliche Zunahme der Hartz-Leistungen, die künftig sogar über den Renten liegen könnte, erregt die Gemüter auch jener, die das Modell auf den Weg gebracht haben. Prognosen des statistischen Bundesamtes zufolge, ist in diesem Jahr zwar lediglich mit einer allgemeinen Teuerungsrate von einem Prozent zu rechnen, der für das erste Halbjahr 2011 erwartete Preis- und Lohnanstieg könne sich jedoch in höheren Hartz IV Sätzen bemerkbar machen.

Da künftig die bisher geltende Bestimmung zur Kopplung von Hartz IV an die Rentenregelung entfällt, dient als neue Grundlage eine Kombination aus Preisen (70 Prozent) und Lohn (30 Prozent). Angesichts der Prognose einer Steigerung der Nettolöhne könnten als Resultat daraus auch die Hartz-Sätze Mitte nächsten Jahres geringfügig ansteigen und zwar um 1,5 Prozent

Kritiker sehen in der Neuerung jedoch auch eine Gefahr für die Renten. Selbst die vorsichtig kalkulierte Erhöhung von etwa 1,5% würde die für den Jahresbeginn 2011 festgelegte Aufstockung des Regelsatzes für Erwachsene auf 364,- Euro noch einmal ansteigen lassen und sich so zu einem Gesamtbetrag von rund 370,- Euro summieren. Bei einer gleich bleibenden wirtschaftlichen Entwicklung würde dies einen stärkeren Anstieg bedeuten, als dies bei den Renten der Fall wäre.

Änderungen gibt es auch für die 740.000 Bundesbürger, die ihr geringes Einkommen (weniger als 400 Euro pro Monat) mit Hartz IV aufstocken müssen. Diese Geringverdiener sollen künftig stärker zur Kasse gebeten werden. Statt bislang 160,- Euro würden ihnen nach der Neuregelung effektiv nur noch 100,- bis 120,- ihres ersten Zuverdienstes bleiben

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