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Krankenkassen drohen mit Pfändung

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Zahlreiche deutsche Krankenkassen drohen damit, über deren Vollstreckungsstellen nicht bezahlte Zusatzbeiträge in Form von Inkasso-Verfahren einzutreiben. Notfalls, so heißt es in einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel Online“, müssten dafür Konten, Gehälter oder Renten gepfändet werden.

Mehr als 150.000 Kassenpatienten droht die Pfändung, da sie im ersten Halbjahr 2011 ihre Zusatzbeiträge nicht bezahlt haben. Insgesamt zwölf der rund 150 gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands erheben derzeit von den Mitgliedern – gut 7,3 Millionen an der Zahl – einen monatlichen Zusatzbeitrag von bis zu 15 Euro.

Für viele Mitglieder ist dieser Betrag einfach zu viel, vermuten Verbraucherschützer. So sieht die Gesundheitsexpertin Ilona Köster-Steinebach vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in der Zahlungsverweigerung einen klaren Grund. 

Neben den normalen Beiträgen – diese entsprechen dem allgemeinen Satz von 15,5 Prozent –, der Praxisgebühr und den ganzen Zuzahlungen würden die Verbraucher ihrer Meinung nach einfach nicht einsehen, warum sie noch mehr zahlen müssen.

Seit 2009 haben die Krankenkassen damit begonnen, von ihren Mitgliedern Zusatzbeträge zu verlangen. Im ersten Quartal 20011 kamen die Kassen mit den Einnahmen aus diesen Zusatzbeträgen auf 170 Millionen Euro.

Vor allem, so „Spiegel Online“, seien die DAK – die mit insgesamt 4,5 Millionen Mitgliedern drittgrößte Krankenkasse Deutschlands erhebt seit Februar 2010 einen Zusatzbetrag von 8 Euro im Monat – und die KKH-Allianz von der schlechten Zahlungsmoral ihrer Versicherten betroffen.

Ein DAK-Sprecher teilte dem Online-Portal mit, dass über 200.000 Mitglieder der Zahlung des monatlichen Zusatzbetrages bislang nicht nachgekommen sind. In der Summe handelt es sich damit um ein Defizit von 28 Millionen Euro. Diese will die DAK nun eintreiben.

Die Androhung der Pfändung scheint jedoch bereits Früchte für die Krankenkassen zu tragen. Nach dem Erhalt eines schriftlichen Bescheids vom Zollamt würden bei der KKH-Allianz die Säumnisse von 20 Prozent sofort beglichen werden. Ob es tatsächlich schon zu Pfändungen gekommen ist, konnte nicht bestätigt werden.

Das aufsichtsführende Bundesversicherungsamt stellte im „Spiegel Online“ Bericht klar, dass es rechtlich dazu verpflichtet sei, gegen jene Krankenkassen vorzugehen, die Zusatzbeiträge erheben, aber nichts dafür tun, um  Mitglieder, die dieser Forderung nicht nachgehen, zur Kasse zu bitten.

1 KOMMENTAR

  1. der Mafia Verein DAK treibt sogar Zusatzbeiträge ein( Versuchen kann man es ja Mal) die Der Überhaupt nicht Zustehen.
    Im Sonderkündigungsrecht steht und ist Beschlossen worden, das man in den Zwei ( die DAK macht drei) daraus Sonderkündigungsrecht und Zeit – NICHTS an Zusatzbeitrag zu Bezahlen braucht. Hier Versucht die DAK auch noch diesen Zusatzbeitrag ein zu Treiben über die Zollämter.
    Ich Glaube das man diesen kriminellen Verein sofort Schließen müsste. Die Staatsanwaltschaft müsste sich mit Denen nun Beschäftigen, sonst Passiert noch WAS. Ich werde hier nichts Bezahlen, was mein Recht an NICHTZALUNG per Gesetz Beschlossen wurde.
    In der Zwischenzeit bin Ich schon seit über ein Jahr gar nicht mehr Mitglied dieser Kasse, und jetzt sollen ungerechtfertigte Pfändungen vollzogen werden- wo Leben Wir denn ?

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