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Kündigungen im Bochumer Opel Werk


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In ganz Deutschland strebt General Motors (GM), die Muttergesellschaft von Opel, ein straffes Sanierungsprogramm an. Insgesamt sollen 4.800 Stellen gekürzt werden. Bis spätestens Ende des Jahres sieht man für das Opel Werk in Bochum vor, dass 1.800 Mitarbeiter den Konzern freiwillig verlassen.

Bislang haben sich 600 Angestellte für eine Abfindung in Höhe von maximal 100.000 Euro entschieden und im Gegenzug dem Bochumer Opel Werk aus freien Stücken den Rücken gekehrt. Wie die Situation in den beiden anderen Fabriken in Kaiserslautern und Eisenach aussieht, ist noch unbekannt.

Den noch verbleibenden 1.200 Opel Mitarbeitern des Bochumer Werks soll nun nach Angaben des Bochumer Betriebsratschefs Rainer Einenkel bis Ende Mai betriebsbedingt gekündigt werden, sofern sie sich nicht doch noch auf die „freiwillige“ Version mit der Abfindungszahlung einlassen. Von Seiten des Unternehmens konnte das am vergangenen Freitag jedoch nicht bestätigt werden.

Der Opel Deutschland Pressesprecher, Andreas Kroemer, gab jedoch gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk bekannt, dass es für Opel nach wie vor darum ginge, die zu kürzenden Stellen durch freiwilliges Ausscheiden zu reduzieren. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass Opel vor einem knappen Monat über 300 neue Stellen am Rüsselsheimer Standort – der Opel Zentrale – geschaffen habe.

Geplant sei nach Aussage des Unternehmenssprechers, den Bochumer Werksangestellten als Alternative zur Abfindung anzubieten, nach Rüsselsheim in das Stammwerk am Headquater zu wechseln. Das Angebot würde außerdem eine Wechselprämie von bis zu 25.000 Euro enthalten.

Mit dem Stand vom Jahr 2009 hat Opel 25.000 Beschäftigte und ist damit einer der größten deutschen Autobauer. Doch im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise hatte der Fahrzeughersteller gemeinsam mit dem US-amerikanischen Mutterkonzern General Motors schwere wirtschaftliche Zeiten durchlebt, von denen er sich noch immer erholt und daher derzeit saniert wird. Teil des Sanierungskonzeptes ist es, insgesamt 8.300 Stellen in Europa zu kürzen, 3900 davon in Deutschland.

2 KOMMENTARE

  1. Ich verstehe das ganze nicht! Seit mehreren Jahren werde ich selbst an der Nase herum geführt. Beförderungen wurden verschleppt oder die Stelle einfach niedrieger eingestuft. Erst heißt es eine Abfindung ist möglich, dann aufeinmal wieder nicht! Man würde nicht zu denen gehören die das Unternehmen gehen lassen will bekommt man gesagt. Jetzt habe ich nach über 20 Jahren selbst gekündigt, auch wenn viele erschüttert waren, dass ich keine Abfindung erhalten werde. Betriebsrat und Geschäftsleitung sagen nur die Halbwahrheit, oder hat jemand mitbekommen wieviel Leiharbeiter in Polen und Rüsselsheim eingestellt wurden?? Oder wie hoch die Abfindungen in Antwerpen waren?? Die Formel für Deutschland wurde gleich bekannt gegeben. Die eigenen Leute können sich auf Stellen nicht bewerben, da diese gleich eine Stufe niedriger eingestuft sind oder mehr. Aber es werden auch lieber neue Leute von drausen genommen, die man sich noch formen kann.

    Daher steht mein Entschluß fest, ich gehe und werde was neues Anfangen.

  2. Endlich mal einer, der nicht nur jammert un sein Leben selber in die Hand nimmt.Mir erscheint es so,als hätten die Arbeitnehmer in unserem Land immer noch nicht verstanden, das es keine Jobgarantie bis zur Rente gibt. Anstatt zu „fordern“ dass der Arbeitsplatz erhalten bleibt, sollte sich jeder selber hinterfragen! Weiterbildung ist ein Thema, die meisten Arbeiter sehen das jedoch als Fremdwort! Mach dich nicht abhängig von einem Arbeitgeber, bilde dich weiter, nur so kannst du flexibel sein.Wer auf Opel baut, verbaut sich unter Umständen seine Zukunft! Also selber machen und nicht warten, bis jemand etwas vorbeibringt.

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