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Kürzere Ansagen der Deutschen Bahn

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Einem Bericht der „Welt am Sonntag“ zufolge wird die Deutsche Bahn ihre Bahnhofsdurch- und ansagen in Zukunft stark verkürzen. Während eine Ansage derzeit durchschnittlich 174 Wörter beinhalte, sollen es in Zukunft nur noch ca. 80 Wörter pro Durchsage sein. Eine weitere, wichtige Neuerung ist die Reduzierung der englischen Ansagen auf ein Minimum. Nur an den zehn größten deutschen Bahnhöfen werde es diese nacvh wie vor geben. Darunter seien die Bahnhöfe in Frankfurt, Hamburg, Köln und München sowie Stuttgart.

Der Plan, einen besseren Service einzuführen, basiert laut Angaben der „Welt am Sonntag“ auf Kundenbefragungen, die ergeben haben, dass minutenlange Ansagen über Lautsprecher viele Fahrgäste stören.

In Zukunft würde man sich auf die wesentlichen Informationen reduzieren und die englischen Ansagen nur noch in den seltenen Fällen einbinden, in denen internationale Fahrgäste definitiv betroffen sind. Dies träfe auf Züge zu, die Flughäfen mit internationalen Zielen anfahren.

Bahnchef Rüdiger Grube hatte bereits im September angekündigt, den Umfang englischer Ansagen kräftig verringern zu wollen. Einen konkreten Termin für die anstehende Umstellung nannte die Bahn jedoch noch nicht.

Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn werden in Hinblick auf die neuen Bahnhofsdurchsagen intensiver geschult, um freundlicher zu sprechen. Dazu sei in München bereits ein Pilotprojekt abgeschlossen worden.

Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ will die Bahn zudem ihren Kundenservice verbessern: Demnach soll das Geld-zurück-Formular bei Verspätungen oder Zugausfällen ab kommender Woche in einer übersichtlicheren Form ausgegeben werden. Bestätigungen von Verspätungen und die Geldauszahlung könnten dann komplett im Reisezentrum abgewickelt werden.

Auch wird es Neuerungen im Beschwerdemanagement geben. Antwortschreiben auf Kundenbeschwerden sollen weniger standardisierte Textbausteine enthalten. Stattdessen soll es vermehrt Telefonanrufe geben, die dem individuellen Fall besser gerecht werden. Ziel ist es nach Bahn Vertriebsgeschäftsführerin Birgit Bohle, in Zukunft 50 Prozent aller Beschwerdekunden per Telefon zu kontaktieren.

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