Start Panorama Landgericht Frankfurt: Teilgeständnis im Türsteher-Prozess

Landgericht Frankfurt: Teilgeständnis im Türsteher-Prozess

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Landgericht Frankfurt/Oder (Foto: Ralf-Lotys cc-by)
LG Frankfurt (Oder): Teilgeständnis im Türsteher-Prozess
Landgericht Frankfurt/Oder  (Foto: Ralf-Lotys cc-by)
LG Frankfurt (Oder): Teilgeständnis im Türsteher-Prozess

Der 40-jährige Angeklagte steht am heutigen Donnerstag nicht zum ersten Mal vor Gericht. Als langjähriges Mitglied des Motorrad-Clubs „Gremium“ saß er bereits in den 1990er Jahren mehrjährige Haftstrafen ab.

Von der Staatsanwaltschaft werden dem 40-jährigen Familienvater insgesamt elf Taten zur Last gelegt. Die Anklage lautet unter anderem auf erpresserischen Menschenraub und räuberische Erpressung. Sollte der Angeklagte vor dem Landgericht Frankfurt/Oder ein Geständnis ablegen, wurde dem Mann eine Haftstrafe zwischen vier, aber höchstens sechs Jahren in Aussicht gestellt.

Am Donnerstag ließ der 40-jährige Mann durch seinen Anwalt eine umfangreiche Erklärung verlesen. In dieser räumte der Angeklagte einige der Taten ein. So bekannte er sich in seinem Teilgeständnis zu mehreren Erpressungen über mehrere tausend Euro und gestand zudem einige Gewalttaten.

Das für die Öffentlichkeit interessanteste Geständnis dürfte die Aussage des Angeklagten sein, er sei gemeinsam mit einem Komplizen für die Nötigung und schweren gewalttätigen Übergriff auf den Betreiber einer Discothek in Eisenhüttenstadt verantwortlich. Er habe diesen zunächst dazu genötigt, bestimmte Türsteher einzustellen. Als dieser sich weigerte, hatte der Angeklagte auf den Disco-Betreiber eingeprügelt.

Die Verhandlung wurde nach dem Teilgeständnis unterbrochen um Beweismaterial zu bewerten. Durch das zuvor angekündigte Geständnis hofft der Angeklagte vermutlich eine Verkürzung der zu erwartenden Haftstrafe zu erreichen.

UPDATE: Am Abend teilte ein Gerichtssprecher mit, dass der Angeklagte zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt wurde. Bis das Urteil rechtskräftig ist, wird der 40-Jährige gegen eine Zahlung einer Sicherheitsleistung von 3000 Euro auf freiem Fuß bleiben.

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