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Lidl setzt sich für zehn Euro Mindestlohn ein

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Die Discounterkette Lidl setzt sich für die Rechte seiner Mitarbeiter ein. Nicht nur das: Flächendeckend und branchenübergreifend fordern die Neckarsulmer die Einführung eines Mindestlohnes von zehn Euro für alle Beschäftigten jeder Branche. Dies erklärte der Lidl-Chef Jürgen Kisseberth am Montag.

Der Supermarktkette Lidl, die noch vor nicht all zu langer Zeit selber am Pranger stand, seine Mitarbeiter auszubeuten, sei nach Aussage Kisseberths sehr daran gelegen, dass das Thema Mindestlohn in Deutschland aktuell bliebe und weiterhin zur Diskussion stünde. Nicht nur im Einzelhandel sondern überall müsse dafür gesorgt werden, dass ein verbindlicher Mindestlohn gesetzlich festgelegt wird.

Denn die Zeiten haben sich auch bei Lidl geändert: Laut Aussage des Discounters verdienen die Lidl Mitarbeiter in den Filialen oder im Warenlager konsequent mehr als zehn Euro pro Stunde. Dies gelte auch für geringfügig Beschäftigte. Nahezu 50 Prozent der Angestellten ist demnach auf Basis der höchsten Stufe des Einzelhandelstarifvertrages beschäftigt und verdient mehr als zehn Euro pro Stunde.

Für Lidl ließe sich der Missbrauch von Lohndumping langfristig und nachhaltig nur damit vermeiden, dass ein gesetzlich vorgeschriebener Mindestlohn, der in ganz Deutschland und in allen Branchen gelte, eingeführt wird. Jürgen Kisseberth teilte weiterhin mit, dass es Lidl mit diesem Anliegen sehr ernst sei. Das Unternehmen hat seine Forderung an alle Fraktionsvorsitzenden im Bundestag gerichtet.

Nach Meinung Kisseberths müsse das Motto für alle deutschen Arbeitnehmer einheitlich lauten: „Gleiche Arbeit – gleicher Lohn“ und „Gute Arbeit – fairer Lohn“. Schon im Mai hatte der Chef der Unternehmensgruppe Schwarz, zu der Lidl gehört, einen gesetzlichen Mindestlohn im Handel gefordert.

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