Live: Eröffnungsfeier der Makkabi-Spiele 2015

Live: Eröffnungsfeier der Makkabi-Spiele 2015

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Maccabi Games 2015 in Deutschland (Foto: ©Rafael Herlich)
Maccabi Games 2015 in Deutschland (Foto: ©Rafael Herlich)

Schalom und Willkommen aus der Waldbühne in Berlin, wo heute die Eröffnungsfeier der 14. European Maccabi Games stattfindet. Erstmals in der Geschichte der größten jüdischen Sportveranstaltung Europas, findet das Ereignis in Berlin statt.

Bei der Eröffnungsfeier in der Waldbühne werden 15.000 Besucher erwartet. Nach dem formellen Teil, der Eröffnung durch Bundespräsident Joachim Gauck ist ein großes Unterhaltungsprogramm angekündigt.

20:40 Uhr: Vor wenigen Minuten begann die einleitende Party mit dem Auftritt von Adel Tawil. Er motivierte das Publikum mit seinen Hits „Lieder“ und „Vom selben Stern“.

20:47 Uhr: Der US-amerikanische Musiker Matisyahu singt gemeinsam mit Adel Tawil den Song „Zuhause“ aus dem Jahr 2014.

20:50 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck wird für den späteren Verlauf der Zeremonie angekündigt.

20:54 Uhr: Mit 118 Teilnehmer läuft Israel in klassischem weiß-blau, mit Flaggen und Luftballons ein.

20:56 Uhr Argentinien betritt in weiß das Feld. Für Argentinien ist es das erste Mal, dass sie dabei sind. Die Versorgung der Athleten mit Selfie-Sticks scheint zumindest gewährleistet

20:58 Uhr: Aserbaidschan läuft ein – dahinter Australien als kleine überschaubare Gruppe in neongrün-schwarz.

20:59 Uhr Österreich ganz in weiß. Eine Minute später wird Belgien angekündigt und erscheint mit  elegantem hellgrauen Oberteil und weiße Hosen.

Nachfolgend Bosnien Herzegowina und Weißrussland in rot-weiß und Kanada mit einer größeren Zahl von Teilnehmern. Tschechei und Dänemark (rot schwarz) folgen.

Langsam aber stetig, zunächst in Siesta-Tempo, dann jedoch dynamischer werdend, kommen die Athleten aus Spanien.

Estland in Blau mit schwarzen Hosen und 24 finnische Nachbarn folgen dem baltischen Staat.

21:05 Uhr: Frankreich mit 98 Teilnehmern eine große Gruppe in weiß mit blauen Hosen. Das Gepäck vom Flughafen hatten sie noch mit sich.

21:08 Uhr: Die zweitgrößte Delegation der Spiele, Großbritannien läuft ein und sorgt für Verwirrung, nachdem Georgien nur mit einem einzigen Athleten erscheint, jedoch die Kameras einen Briten zeigen, der sich etwas Zeit gelassen hat.

Es folgen Gibraltar und Ungarn. Dann erscheint die zweitkleinste Delegation – ein einziger Ire kommt enthusiastisch herein.

Die Italiener in modischem Seemans-Dunkelblau und grauen Hosen schließen sich an.

Der nächste baltische Staat, Litauen, läuft ein. Nun wartet man auf Moldawien, die mit etwas Verzögerung eintreffen. Ihnen folgen fünf Sportler aus Mazedonien.

21:19 Uhr: Mexiko und die 110 Sportler der Niederlande – letztere natürlich in klassischem Orange – quirlig und verspielt.

Polen ist mit vier Sportlern nicht nur kleiner, sondern auch weniger dynamisch. Es folgen Rumänien und 37 Athleten aus Südafrika.

Russland in einem großen dunkelblauen Block. Jetzt folgen die Schotten, selbstverständlich im Kilt.

Die Schweiz in rot ist modisch weniger extravagant, aber farblich präsent. Die Slowakei mit 15 Sportlern in weiß. Die Schweden in verkehrssicherem neongelb. Die Vereinigten Staaten folgen.

21:34 Uhr: Die Deutschen in rot-schwarz, die größte Delegation, zu elektrischen Klängen von „Pippi Langstrumpf“ und schwarz-rot-goldenen Ballons im Schlepptau.

2.200 Teilnehmer sind nun vollzählig versammelt.

21:37 Uhr: Mit dem Löschen der Lichter setzt das Orchester ein und der Magen David im Hintergrund der Bühne leuchtet in edlem Blau.

Video-Einblendung von Rilli Willow. Die israelische Sängerin, die in Berlin lebt, berichtet über das Schicksal ihrer Großeltern, die in Auschwitz vergast wurden.

Nun singt Rili Willow die deutsche Nationalhymne.

21:41 Uhr: Bundespräsident Gauck wird zur formellen Eröffnung der European Maccabi Games gebeten. Es folgt eine bewegende Rede.

Er erklärt, als Kind der Kriegsgeneration sei er besonders froh über die Veranstaltung der EMG in Deutschland, nicht zuletzt auch aufgrund des Jubiläums des 50. Jahrestags der  Deutsch-Israelischen Beziehungen.

Er erinnert an die Geschichte des Olympiageländes, das 1936 vom NS-Regime für die Olympischen Spiele genutzt wurde, wobei keine jüdische Athleten zugelassen worden waren.

Maccabi is coming home“ so das Fazit, da der jüdische Sportverein Makkabi Deutschland in Berlin gegründet wurde.

21:50 Uhr: Die 14. European Maccabi Games sind eröffnet!

Nun spricht Alon Meyer, Präsident der EMC Deutschland. Auch er betont den historischen Wert und heißt die Sportler willkommen.

Meyer spricht von der Diskriminierung der jüdischen Sportler während des NS-Regimes, der Geschichte seines Vaters, der mit Makkabi Frankfurt die Bewegung nach dem NS-Regime mit neu belebte.

Er lobt den Schutz jüdischer Mitbürger in Deutschland, betont die Freundschaft und die Zusammengehörigkeit der deutschen Juden und der übrigen deutschen Bürger.

Er dankt den Unterstützern in Politik, Sportverbänden und freiwilligen Helfern.

Er erinnert an die israelfeindlichen Proteste während des Gaza-Krieges und die Anschläge in Frankreich –  bezieht sich auf die vorangegangene Gedenkzeremonie und betont, wie wichtig es deshalb sei, die EMC öffentlich abzuhalten.

22:03 Uhr: Nun spricht Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er dankt ebenfalls den Helfern und den Sicherheitskräften. Auch er beendet seine Rede mit den Worten „Maccabi Chai„.

Zehn frühere Mitglieder der ersten deutschen Maccabi-Spiele nach der Shoah, tragen die Flagge der Maccabi herein. Sie überreichen die Fahne an Alon Meyer.

Leo Dan Bensky, Präsident der Maccabi World Union aus Finnland, spricht nun und greift die tragische Geschichte der Juden in Europa auf.

Nach einer der regelmäßigen Videoeinblendungen, die Menschen hinter den Spielen vorstellen, folgt ein Moment des Gedenkens.

Man gedenkt der zahlreichen Toten Juden und Israelis, der Terroropfer und Untergrundkämpfer und der Soldaten der Israelischen Armee.

Danach weitere Worte der Maccabi World Union. Er nennt die Spiele als ein starkes Signal gegen Antisemitismus und mahnt  die Sportler zu fairen Wettkämpfen, wünscht ihnen eine schöne Woche und dankt Makkabi Deutschland für die Organisation.

David Sandberg spricht den Eid für die  Athleten und anschließend folgt der Eid für die Schiedsrichter.

22:28 Uhr: Die Hatikvah (jüdische Nationalhymne) wird gesungen.

22:31 Uhr: Die Bühne ist in dramatische roten Dampf gehüllt –  nun wird es dunkler – die Mahola Dance Group tritt auf und ihr Gesang verbindet sich mit den Passagen aus „One Day“, die von Matisyahu gesungen wird.

Die Geschichte der Maccabi-Bewegung, verbunden mit den musikalischen Passagen, darunter das Lied „The impossible dream“

Feier der 50 jährigen diplomtischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel – mit dem fünfzigköpfigen Jugendorchester das „Fifty-Fifty“ aus jeweils 25 deutschen und 25 israelischen Musikern besteht.

Die klassischen Klänge werden mit modernen Beats unterlegt. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Doch die tänzerische Bühnenshow ist ausdrucksstark.

22:49 Uhr: Die Flamme der Spiele wird angekündigt. Sie wurde von Motorradfahrern aus Israel zu den Spielen nach Berlin gebracht. Die Videoeinblendung zeigt Szenen der Reise.

Die Motorräder fahren zu den Klängen des offiziellen EMC 2015 Songs „Maccabi Chai“ von Jewdyssee ein.

Marty Glickman und Sam Stoller wollten im Jahr 1936 als Sportler für die Vereinigten Staaten an den Olympischen Spielen in Berlin teilnehmen, wurden jedoch aufgrund ihrer jüdischen Herkunft abgelehnt.

Heute wird Nancy Glickman, die Tochter von Marty die Flamme entzünden. Schließlich ist es soweit.

22:54 Uhr: Die Flamme ist entzündet

Die Motorräder fahren von der Bühne und Gali Atari singt „Halleluja“, den Song, mit dem die Gruppe HALAV UDVASH (Milk and Honey)  im Jahr 1979 den Eurovision Song Contest gewann.

Es folgt ein reibungsloser Übergang zu „Dana International“ die 1998 den Eurovision Song Contest für Israel gewann, mit ihrem damaligen Hit „Diva“. Die Tanzeinlagen verlangen dabei vollen Körpereinsatz.

Und mit Nadav Guedj betritt ein weiterer Teilnehmer des Eurovision Song Contests die Bühne. Mit dem jetzt gespielten Song „Golden Boy“ schaffte er es auf 2015 auf den neunten Platz.

23:04 Uhr: Das Ende der Eröffnungsfeier ist erreicht, es folgt das große Feuerwerk.

Großes Glück hatte man während der Eröffnungsfeier mit dem Wetter. Mit 17 Grad und teilweise bewölktem Himmel zwar nicht gerade heimelig, aber die Atmosphäre zwischen Akteuren und Zuschauern machten die frischen Temperaturen wett.

Leider war die Waldbühne mit 8000 Zuschauern nur zur Hälfte ausgebucht – da hatten die Veranstalter doch um die Hälfte mehr erwartet – und diejenigen, die nicht gekommen sind, haben tatsächlich eine Menge verpasst.

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