Start Panorama Mecklenburg-Vorpommern: Geplanter Abschuss von Rabenvögeln

Mecklenburg-Vorpommern: Geplanter Abschuss von Rabenvögeln

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Der überraschende Tod einer riesigen Anzahl von Vögeln, die bereits tot vom Himmel fielen und die nicht minder große Summe verendeter Fische in Gewässern gibt Experten nach wie vor Rätsel auf.

Doch während in diesen Fällen verschiedene Theorien und wilde Spekulationen über mögliche Hintergründe für das Massensterben kursieren, will man an anderer Stelle offenbar für eine klare Todesursache einheimischer Vogelarten sorgen.

In Mecklenburg-Vorpommern plant das Schweriner Agrarministerium eine neue Jagdzeitenverordnung und will den Abschuss von Nebelkrähen, Raben und Elstern gestatten.

Dagegen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland heftigen Protest eingelegt. Nach Ansicht der Naturschützer ermöglicht dies „jagdliche Willkür ohne Begründung“ gegenüber diesen Vogelarten.

Der Bund kritisiert weiter, dass in dem Entwurf des Agrarministeriums Rabenvögel mit „mittelalterlich anmutenden Vorbehalten“ und offenbar wider besseres Wissen als Schadtiere in Wald und Flur, sowie fälschlicherweise als Träger von Krankheiten verurteilt werden. Belege für derartige Behauptungen gibt es jedoch nicht.

Rabenvögel ernähren sich von Aas und verhindern auf diese Weise die Ausbreitung von Krankheiten, anstatt diese, wie irrtümlich behauptet wird, zu übertragen.

Die Gattung der Rabenvögel gehört zu den intelligentesten heimischen Vogelarten. Der Naturschutzexperte Müller verteidigte daher auch die Tiere indem er erklärte, “ Keine einzige Tierart ist wegen der Rabenvögel gefährdet“ vielmehr sei die Ursache für das Artensterben eine „jahrzehntelange umweltschädigende Landwirtschaft“.

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