Start Panorama „Mongols MC“ suchen in Kiel neues Clubhaus

„Mongols MC“ suchen in Kiel neues Clubhaus

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Noch am 22. September 2011 hatte der 31-jährige Präsident der „Mongols MC Kiel“ während einer polizeilichen Hausdurchsuchung erklärt, dass sich der Motorrad-Club aufgelöst habe und die Clubhauseinweihung im Kieler Stadtteil Gaarden daher nicht stattfinden würde.

Ohnehin hätte man garnicht feiern dürfen, weil die Stadt Kiel nur eine Genehmigung für einen Waschsalon erteilt hatte und nicht Räume für ein Clubhaus.

Noch am selben Tag hiess es zudem, die Stadt Kiel habe aus bauordnungsrechtlichen Gründen in Zusammenarbeit mit der Polizei bereits am 19. September das Clubhaus geschlossen und die Schriftzüge der „Mongols MC“ am Clubheim entfernt, da die Leuchtreklame nicht zulässig war.

„Mongols MC“ Kiel – Totgesagte leben länger

Die „Mongols“ haben sich jedoch offenbar durch die Durchsuchung in ihrem Vereinsheim wenig beeindrucken lassen – von Auflösung kann keine Rede sein und so sind sie weiterhin  in und um Kiel aktiv. Am Wochenende feierten sie in Dietrichsdorf mit rund 60 Gästen, die aus Hamburg, Bremen und Stade angereist waren eine Party. Obligatorisch überprüften Polizeibeamte die Personalien der Gäste und beschlagnahmten eine Axt.

Anfang Oktober wurden die „Mongols“ bei der „Türk-Pop-Nacht“ in Halle 400 gesichtet und sofort von „Hells Angels“ bedrängt und aufgefordert, ihre Kutten auszuziehen. Polizeibeamte mussten die miteinander verfeindeten Gruppen trennen.

„Hells Angels“ expandieren im Norden Deutschlands

Neben dem „Mongols MC“ ist jedoch auch der wohl bekannteste Motorrad-Club der Welt weiterhin in Norddeutschland aktiv – die „Hells Angels“.

Ungeachtet der Tatsache, dass das „Hells Angels““ Charter „Flensburg“ jüngst vom Innenministerium verboten wurde, dominieren die „Hells Angels“ mit ihren weiterhin bestehenden Ortsverbänden Kiel, Lübeck und Alveslohe im Kreis Segeberg nach wie vor das Bundesland Schleswig-Holstein. Damit nicht genug, strebt der Club weiter nach Expansion.

Einer der Schritte hierzu ist offenbar der Versuch, trotz des seit 1984 bestehenden Verbots der Vereinigung in der Hansestadt Hamburg dort, durch den Zusammenschluss von „Hells Angels“ aus Alveslohe und Lübeck in einem neuen Charter mit dem Namen „Southport“ vor den Toren Hamburgs, in der Hansestadt wieder Fuß zu fassen.

„Hells Angels“ nicht durch Polizeiaktionen beeindruckt

Die Null-Toleranz-Strategie der Polizei Rockern gegenüber, hält die „Hells Angels“ in Kiel nicht auf, immer wieder zu betonen, dass sie im Kampf um die Vorherrschaft in Schleswig-Holstein niemanden fürchten. Unterstützer der „Hells Angels“ finden sich im gesamten Bundesgebiet, so zum Beispiel die „Red Devils“ und „The Clan 81“.

„Mongols MC“ Kiel auf der Suche nach neuem Clubhaus

Doch auch die „Mongols“ lassen die jüngsten Polizeiaktionen anscheinend kalt –  sucht doch der als aufgelöst erklärte Motorradclub trotz der ungeheuer großen Präsenz der „Hells Angels“  zur Zeit nach einem neuen Clubhaus in Kiel.