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Nach Explosion in Ankara: Verdacht auf Anschlag

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Ankara: Blick auf Stadtteil Kizilay, wo sich die Explosion ereignete
Ankara: Blick auf Stadtteil Kizilay, wo sich die Explosion ereignete (Foto: iriskh cc by-nd)
Ankara: Blick auf Stadtteil Kizilay, wo sich die Explosion ereignete
Ankara: Blick auf Stadtteil Kizilay, wo sich die Explosion ereignete (Foto: iriskh cc by-nd)

Gegen 11:00 Ortszeit ereignete sich in Ankara, Hauptstadt der Türkei eine heftige Explosion. Durch den Druck der Detonation gingen in den umliegenden Gebäuden Fensterscheiben zu Bruch, die Detonation selbst sei weiträumig innerhalb des Stadtgebietes zu hören gewesen. Eine große Rauchsäule habe sich entwickelt.

Als Standort der Explosion wird das Zentrum Ankaras genannt, sie hat sich offenbar in direkter Nähe zum Ministerpräsidentenamt und weiterer Regierungsgebäude ereignet. Um 10:35 MESZ gab es noch keine Angaben zur tatsächlichen Ursache. Fernsehberichte  sprachen von mehreren Verletzten, die Meldungen hierüber sind jedoch uneinheitlich. Man geht von zwei Toten aus, die Angaben zur Anzahl der Verletzten schwanken zwischen 10 und 20.

Ersten Berichten türkischer Medien zufolge, sei das Zentrum der Explosion selbst ein Kleinbus, weitere Kleinbusse und sonstige brennende Fahrzeuge stünden ebenfalls dort.  Sechs Fahrzeuge wurden vollständig zerstört, weitere beschädigt.

Eine Gasexplosion gilt als wahrscheinlichste zivile Ursache, jedoch überwogen von Beginn an Spekulationen es handele sich um einen Sprengstoffanschlag. Als mögliche Hintermänner eines derartigen Angriffs werden extremistische Kurden vermutet.

Eine Frau sei als Tatverdächtige festgenommen worden, türkische Medien spekulieren unter Berufung „auf Polizeikreise“ von einer Autobombe. Das Gebiet ist auch aufgrund des Risikos weiterer Explosionen abgesperrt, auch Journalisten haben keinen Zutritt.

Die türkische Regierung zeigte sich besorgt über den Vorfall, man nehme die Sache sehr ernst. Einer der örtlichen Bezirksbürgermeister, Bülent Tanik sprach davon, es habe mit Zeugen gesprochen. Diese hatten ausgesagt, sie hätten gesehen wie ein brennender Benzinkanister (nach anderen Berichten eine brennende Gasflasche) aus einem Fenster auf die parkenden Fahrzeuge geschleudert worden sei. Die Explosion hätte sich somit durch das Entflammen des Flüssiggastanks ereignet.

Autobombe wahrscheinlich: Die Regierung spricht nun davon, es sei ziemlich sicher, dass es sich um eine Autobombe gehandelt habe. Vize-Regierungschef Bülent Arinç erklärte es lägen Informationen vor, dass die Detonation durch eine Bombe verursacht wurde.

Die festgenommene Frau soll mindestens ein Plakat einer radikalen Gruppierung mit sich geführt haben. Es wird von einer weiteren Verhaftung berichtet. Es handele sich um einen Mann, mehr war zunächst (12:34) nicht bekannt.

12:47 Mittlerweile habe nun auch die Polizei einen Sprengstoffanschlag bestätigt. Zuvor hatte Alaaddin Yüksel , Gouverneur von Ankara, entsprechende Vermutungen nicht bestätigen wollen, sondern gegenüber Journalisten lediglich erklärt Wir gehen jeder Spur nach.

Nach Angaben von CNN Turk seien auch Einheiten eines Sprengstoffräumkommandos eingetroffen.

Innenminister Idris Naim Sahin bestätigte später die zuvor gemeldete Opferzahl von drei Personen und nannte insgesamt 15 Verletzte. Die drei Leichen seien in einem Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Tatort aufgefunden worden.

Über die Hintergründe der Tat gibt es nach wie vor keine Informationen, bislang (15:00) hat sich offenbar auch keine Organisation zu dem Anschlag bekannt. Im Bezug auf den Verlauf des Anschlags und die Vermutung, es habe sich möglicherweise um eine Autobombe gehandelt wurde nun festgestellt, dass der verdächtige Wagen vor einer Woche gekauft, jedoch nicht bei den zuständigen Behörden registriert worden war, erklärte Innenminister Sahin.

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