Start Panorama Nach Rocker-Razzia: Einbetonierte Leiche in Lagerhalle der Hells Angels vermutet

Nach Rocker-Razzia: Einbetonierte Leiche in Lagerhalle der Hells Angels vermutet

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SEK-Beamte (Foto: huhu uet cc-by)
SEK-Beamte (Symbolbild, Original-Foto: huhu uet cc-by)
SEK-Beamte (Foto: huhu uet cc-by)
SEK-Beamte (Symbolbild, Original-Foto: huhu uet cc-by)

Am gestrigen Donnerstag waren im Rahmen einer groß angelegten Aktion 1200 Polizeibeamte, über 60 Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft und Kräfte der Anti-Terror-Einheit GSG 9 im Einsatz, um 87 Objekte der Hells Angels zu durchsuchen (spreadnews berichtete). Dabei wurde vor allem der Leichensuche besondere Priorität eingeräumt.

Zuvor waren Wohnungen, Lokale und Bordelle von den Einsatzkräften gestürmt und danach durchsucht worden. Im Raum Kiel, Hamburg und im Raum Hannover waren Polizeikräfte im Einsatz und beschlagnahmten Computer und Handys. Daneben wurden auch Waffen wie Macheten, Messer und zahlreiche Handfeuerwaffen sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft und das LKA (Landeskriminalamt) teilten mit, dass fünf Führungsmitglieder der seit November verbotenen Gruppe der Hells Angels festgenommen wurden. Am Freitag soll nach Aussage der Staatsanwaltschaft die Sichtung der strafrechtlich relevanten Beweismittel beginnen.

Das Haus des Hells Angels Chefs Frank Hanebuth im Raum Hannover geriet ebenfalls ins Visier der Ermittler und führte zum Einsatz der  GSG 9. Am frühen Donnerstagmorgen seilten sich einige Beamte der Anti-Terror-Einheit aus einem Helikopter in den Vorgarten des Hauses ab. Dabei wurde nach Angaben der Polizei Frank Hanebuths Hund erschossen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Ermittlungen war jedoch die Leichensuche.

Im Rahmen der Groß-Razzia wurde auch eine Lagerhalle der Hells Angels in Altenholz (Kreis Rendsburg-Eckernförde) mit Leichenspürhunden durchsucht. Die Ermittler vermuten, dass ein aus Kiel stammender Familienvater im Fundament der Halle einbetoniert wurde. Mit speziellen Geräten scannten die Einsatzkräfte die Lagerhalle. Auch entsprechende chemische Hilfsmittel kamen zum Einsatz.

Nach noch unbestätigten Angaben soll der 47-jährige vermisste Mann mit den Hells Angels in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein. Bisher bestätigt die Polizei diese Angaben nicht. Die möglichen Zusammenhänge seien noch nicht geklärt, hiess es.

Der vermisste Familienvater verschwand am 30. April 2010. Auch im Rahmen der Fernsehsendung  „Aktenzeichen XY…ungelöst“ (ZDF) wurde nach dem Vermissten gefahndet – bislang jedoch ohne Erfolg.

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