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Nazi-Aufmarsch in Dresden verhindert – nächstes Ziel Leipzig

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Auch in diesem Jahr konnte der groß angelegte Nazi-Aufmarsch in Dresden verhindert werden. Mehrere tausend Gegendemonstranten und Aktivisten blockierten die Marschroute der Neonazis.

Diese waren aus ganz Europa angereist, scheiterten jedoch am massiven und zum größten Teil friedlichen Widerstand der Dresdner Bürger und ihrer Unterstützer.

Koordiniert wurden die zahlreichen Straßenblockaden zum großen Teil durch die Initiative „Dresden Nazifrei“. Interessierte und Unterstützer konnten sich unter anderem auf der Webseite über den Verlauf der Proteste informieren.

Die Aktion wurde auch von Politikern und einigen Prominenten wie dem Liedermacher Konstantin Wecker und Bela B, Mitglied der Punkrockgruppe „Die Ärzte“ teilweise sogar vor Ort unterstützt.

Ausschreitungen bei der Gegendemonstration

Auch wenn die Großzahl der Protestteilnehmer friedlich blieb, kam es im Rahmen der Gegendemonstrationen auch zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen linksautonomen Kräften und der Polizei.

Diese soll, so die Anschuldigungen, auch unverhältnismäßig hart gegen normale protestierende Aktivisten vorgegangen sein – ein Vorwurf der des öfteren bei derartigen Veranstaltungen erhoben wird.

Weitgehend unstrittig ist jedoch, dass die Polizei von Randalierern mit Feuerwerkskörpern beschossen worden sein soll, bevor teilweise ohne Vorwarnung Wasserwerfer und Reizgas zum Einsatz kamen.

Die Sicherheitskräfte erweckten allerdings nach Berichten von Augenzeugen teilweise den Eindruck allgemeiner Überforderung, war es ihnen aufgrund des starken Zustroms stellenweise unmöglich die Blockaden der Gegendemonstranten aufzulösen.

Zudem war die Polizei zahlenmäßig den Gegendemonstranten unterlegen, was eine Erklärung für das harte Durchgreifen, selbst bei friedlichen Protestlern wäre.

Die gewalttätigen Ausschreitungen sind bedauerlich, als positives Fazit darf dennoch die Verhinderung einer Propaganda-Aktion der rechtsextremen Szene mit weitgehend friedlichen Mitteln genannt werden.

Widerstand gegen Nazi-Demonstration in Leipzig

Unterdessen gibt es bestätigte Meldungen, dass die Neonazis nun teils in Begleitung der Polizei auf dem Weg Richtung Leipzig sind. Die Zahlen schwanken zwischen 250 – 500 Rechtsextremen.

Ein Polizeisprecher sagte jedoch, es gäbe weder eine Genehmigung für die „Alternativdemo“ noch sei diese bislang ordnungsgemäß angemeldet worden. Mittlerweile haben die ersten Neonazis Leipzig mit dem Zug erreicht, das Gleis wurde jedoch komplett von der Polizei abgeriegelt, so dass diese nicht in die Stadt gelangen.

Im Bahnhof selbst sollen etwa 150 Gegendemonstranten aufhalten, diese werden ebenfalls durch die Polizei von den Nazis abgeschirmt. Mittlerweile ist der Großteil der Nazis abgereist, es ergaben sich keine Möglichkeiten zur Demonstration für sie.

Die ortsansässigen Rechtsextremisten sollen aller Wahrscheinlichkeit nach, in kleinen Gruppen getrennt, aus dem Bahnhof eskortiert werden. Sofern es nicht noch zu Zwischenfällen kommt, ist der Tag für die Nazis annähernd erfolglos verlaufen.

LKA-Polizeiaktion gegen „Dresden nazifrei“

Für das Bündnis „Dresden Nazifrei“ scheint es jedoch ein Nachspiel zu geben. Obwohl die Räumlichkeiten frei zugänglich waren, verschafften sich Einsatzkräfte des LKA gewaltsam Zutritt, und beschlagnahmten Computer – zunächst ohne einen schriftlichen Durchsuchungsbefehl vorlegen zu können.

Weshalb die Polizei nach ihrer deutlichen Überforderung nach Abreise vieler Gegendemonstranten überraschend derart heftig vorgeht, ist noch ungeklärt, den Organisatoren wird jedoch offenbar die Verabredung, sowie die Vorbereitung einer Straftat vorgeworfen, obwohl das Bündnis stets seine Gewalfreiheit betont hatte.

1 KOMMENTAR

  1. Nazis in Dresden

    Gesellschaft / Politik · 20. Februar 2011 09:43

    Die friedliche Blockierung der Nazi-Demos in Dresden am 19.02.11 war ein straff organisierter Anschlag linker Chaoten , dass hat nix mehr mit Demokratie zu tun das sind Terroristen.
    Übers Internet wurde die Lage gemanagt und die Kräfte verteilt.
    Eine ortskundige strategische Führung leitete die Attentäter über im Vorfeld rausgegebenes Kartenmaterial immer zügig zu den Schwachstellen der Polizei.
    Die Polizei wurde von diesen Verbrechern faktisch gezwungen die Nazis zu schützen.
    Ich bin für Nazis raus aus Dresden, aber die roten Hirnis sollten auch in ihrer Mülltonne bleibe vor allen wenn sie brennt

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