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Neue Studie über die Folgen eines Jetlags

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Einer Studie zufolge sind Jetlags auf Dauer sehr viel gesundheitsschädlicher als bisher angenommen. Müdigkeit und Vergesslichkeit sind nicht nur kurzfristige Folgen eines Jetlags, sondern haben bis zu einem Monat Auswirkungen auf das Gehirn. Ähnliche Folgen wurden auch bei häufigen Nachtschichten beobachtet, wie Forscher in einer Studie in der Fachzeitschrift „PLOS One“ berichten. Eine wiederholte Störung des Tagesrhythmus führt wahrscheinlich zu langfristigen Folgen für die kognitiven Fähigkeiten.

In der Studie wurden Hamster über eine Dauer von vier Wochen, zweimal pro Woche einer sechsstündigen Zeitverschiebung ausgesetzt. Das kommt einem Flug von Frankfurt am Main nach New York nahe. Die Hamster hatten während dieser Zeit erhebliche Schwierigkeiten, leichte Aufgaben zu meistern als Hamster in ihrem normalen Tagesrhythmus. Was eine Überraschung war: Die Hamster hatten noch vier Wochen später Lernschwierigkeiten, trotz normalem Rhythmus.

Die Ursache für die Lernprobleme sei die Abnahme der Neuronenbildung in der Hirnregion, die für das Gedächtnis und das Lernen wichtig ist, sowie die Bildung neuer Gehirnzellen. Die Hamster bildeten nur noch die Hälfte der üblichen Menge Neuronen.

Jetlags schränken, nach Ansicht der Forscher, auch beim Menschen die Zellneubildung im Gehirn ein. Der Studie zufolge leiden Vielflieger und Schichtarbeiter auch verstärkt unter Diabetes, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Krebs und Potenzproblemen. Die Wissenschaftler empfehlen einen Tag Erholung für jede Stunde Zeitumstellung.

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