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Neues Herbstgutachten der Wirtschaftsweisen


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Für das kommende Jahr sagen die Wirtschaftsweisen des „Sachverständigenrats zur Begutachtung der wirtschaftlichen Lage“ laut aktuellem Herbstgutachten ein Wachstum von 2,2 Prozent voraus. Demnach solle sich die Wirtschaft in 2011 weiterhin stabilisieren und dabei ordentlich wachsen.

Desweiteren wird prognostiziert, dass die Zahl der Arbeitslosen im kommenden Jahr deutlich sinken werde. Von 3,245 Millionen Erwerbslosen in diesem Jahr ist ein Sinken auf 2,968 Millionen im nächsten Jahr die Rede.

Das 441 Seiten starke Gesamtgutachten mit dem Titel „Chancen für einen stabilen Aufschwung“ soll am Mittwoch in Berlin offiziell präsentiert werden. Im laufenden Jahr, so heißt es darin, werde das Wachstum sogar 3,7 Prozent erreichen. Mit diesen Prognosen ist der Sachverständigenrat optimistischer als die Bundesregierung. Diese hatte ihre Wachstumsprognose für das aktuelle Jahr von 1,4 auf 3,4 Prozent angehoben. Für 2011 rechnet sie mit einem Wachstum von 1,8 Prozent.

Trotz der optimistischen Prognosen warnen die Wirtschaftsweisen des Sachverständigenrates vor übereilten Steuersenkungen. Die öffentlichen Haushalte bräuchten nach Meinung der Experten nun noch ausreichend Zeit zur nötigen Konsolidierung.

Dem Sachverständigenrat gehören die insgesamt fünf so genannten Wirtschaftsweisen an. Seit März 2009 ist Wolfgang Franz der Vorsitzende des Rates. Weitere Mitglieder sind der Regensburger Volkswirtschaftler Wolfgang Wiegard, der Würzburger Professor Peter Bofinger, der Präsident des Essener Forschungsinstituts RWI, Christoph Schmidt, und die seit 2004 dazugehörige Schweizerin Beatrice Weder di Mauro.

Berufen werden die Sachverständigen auf Vorschlag der Regierung vom Bundespräsidenten. Für jeweils eine Postition haben Gewerkschaften und Arbeitgeber ein Vorschlagsrecht. Mehrere Amtszeiten von jeweils fünf Jahren sind pro Weise möglich.

Bereist seit 1963 existiert dieses besondere Gremium. Es berät die Bundesregierung in sämtlichen wirtschaftspolitischen Fragen. Jeden Herbst erstellen die fünf Wirtschaftsweisen gemeinsam mit ihrem in Wiesbaden ansässigen Team ein Jahresgutachten. Darin wird die wirtschaftliche Lage des Landes genauestens analysiert, um Konjunkturprognosen formulieren und Ratschläge für  die Bundesregierung in Sachen Wirtschaftsreformen erteilen zu können.

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