Start Wirtschaft Nivea-Konzern besinnt sich auf alte Stärken


Nivea-Konzern besinnt sich auf alte Stärken


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Das Hamburger Nivea-Hersteller Beiersdorf hat am gestrigen Donnerstag seine Halbjahresbilanz präsentiert. Der Konzern befindet sich mitten in einer Restrukturierungsphase, in der die Unternehmensbereiche Haut und Haare neu ausgerichtet werden sollen. Ziel ist es, sich wieder auf die Kernkompetenzen – wie die weltweit erfolgreiche Nivea Creme – zu konzentrieren.

Grund für die neue Geschäftsausrichtung ist die zunehmende Überhand der internationalen Konkurrenten wie Henkel, Procter & Gamble, L’Oreal oder Unilever. Da Beiersdorf hier nicht richtig mithalten konnte, galt es, sich auf alte Stärken zu besinnen. Ambitioniertes Ziel der Hamburger: der weltweit beste Hautpflegekonzern werden!

Teil der neuen Strategie ist es daher, Tochterfirmen, die nicht unmittelbar an den Pflegeprodukten beteiligt sind, zu veräußern. Zwar ist der Prozess noch nicht abgeschlossen, doch laut Firmenchef Thomas B. Quaas zeigten sich schon erste Erfolge.

Insgesamt sei der bereinigte Betriebsgewinn im zweiten Quartal um acht Prozent auf 183 Millionen Euro gesunken. Vor allem die durch den Verkauf von Tochterfirmen wegfallenden Umsätze und die vermehrten Ausgaben im Bereich Marketing – die Marke Nivea feiert ihr 100-jähriges Jubiläum – haben zu den Verlusten geführt. Doch Experten waren, so das „Hamburger Abendblatt“, von einem deutlich geringeren Gewinn ausgegangen.

Für die Gesamtjahresprognose zeigte sich Quaas optimistisch. Er geht davon aus, dass der Umsatz leicht steigen werde und rechnet mit einer Rendite von sieben bis acht Prozent nach Steuern. Über diese Aussichten freuten sich auch die Anleger. Beiersdorf ist der einzige Hamburger Konzern, der es an der Börse an die Spitze der 30 deutschen DAX-Konzerne geschafft hat.

Zu dem positiver als erwarteten Ergebnis verhalf die Beiersdorf Geschäftssparte Klebstoffe. Die Tochterfirma Tesa konnte im ersten Halbjahr 2011 ein Umsatzwachstum von 9,8 Prozent verzeichnen. Im Pflegebereich mit den bekannten Marken wie Nivea, Labello und Eucerin kam es lediglich zu einem Plus von 1,3 Prozent.

Tesa beliefert vor allem Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie, hier liegt ein großer Markt für Beiersdorf. Dennoch macht der Hamburger Konzern mit knapp 84 Prozent seinen Hauptumsatz mit dem Verkauf von Kosmetikprodukten.

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