Start Wirtschaft Nokia und Microsoft gehen künftig gemeinsame Wege

Nokia und Microsoft gehen künftig gemeinsame Wege

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Der finnische Handy-Konzern Nokia verbündet sich mit Microsoft. In Zukunft wird Nokia seine Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 verkaufen. Mit dieser neuen Strategie versucht der weltweit größte Handyhersteller seiner sinkenden Umsatzentwicklung im Bereich der Smartphones entgegenzuwirken. Das Unternehmen erhofft sich von diesem Schachzug, den Smartphones der Konkurrenzanbieter Apple und Google das Wasser zu reichen.

Microsoft und Nokia haben am Freitag bekanntgegeben, das Betriebssystem Windows Phone für die Nokia Handys weiterzuentwickeln. Ob sie damit den lukrativen Markt der Smartphones so wie Konkurrenten Apple mit dem iPhone oder Google mit dem Android erobern können, wird sich zeigen.

Fakt ist, dass Nokia eine Kehrtwende braucht! Neue Kunden müssen her, damit die Zahlen wieder besser aussehen. Der einstige Mobilfunkvorreiter, der über mehrere Jahre hinweg gut 40 Prozent des Weltmarkts der Handys dominierte, hat viele seiner Kunden an Apple & Co. verloren. Der neue Firmenchef Stephen Elop kündigte heute in London an, dass mit dem Kurswechsel auch erhebliche Sparmaßnahmen anstünden.

Das neue Programm sei notwendig, um die Marktführerschaft im Bereich der Smartphones zurückzuerobern. Es stünden unter anderem auch zahlreiche Entlassungen an. Genaue Angaben über das Ausmaß des Stellenabbaus wurden allerdings nicht bekanntgegeben. Die Kosten müssten laut Elop drastisch gesenkt werden. Außerdem stünde eine Neuordnung der Firmenstruktur an: Es wird einen Unternehmensbereich für Smartphones und einen für die günstigeren Handys geben.

Teil des Strategiewechsels sei nach Aussage Elops zudem, dass Nokia künftig nicht mehr von Finnland aus operieren werde, sondern seinen Firmensitz in den US-Bundesstaat Kalifornien verlagern werde. Hier hat auch Microsoft, wo Elop vor seinem Einstieg bei Nokia mehrere Jahre lang tätig war, seinen Sitz hat.

Als Antwort auf diese Pläne reagierten die Anleger skeptisch. Die Nokia Aktie brach drastisch ein. Zum Mittag verlor das Papier an der Frankfurter Börse mehr als neun Prozent und sank auf 7,35 Euro.

1 KOMMENTAR

  1. Das ist das schlimme an solchen Monopolen wie dem von Microsoft Corporation: das daraus gewonnene Vermögen wird benutzt, um sich auf anderen Handelsplätzen auch ein Monopol zu erwerben, nachträglich kann man auch da abkassieren. Für den Kunden ist das auf lange Sicht weniger angenehm, also werde ich drauf achten, dass mein nächstes Handy keins von Nokia wird. Leider wird auch noch das schwächere Produkt in den Markt künstlich hineingepresst und die blöden Jubellemminge kaufen das dann auch noch.

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