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Pilotenstreik bei Tuifly und Germania 


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Heute Morgen hat die Pilotengewerkschaft Cockpit aufgrund eines Konflikts bei den aktuellen Tarifverhandlungen knapp 700 Piloten der Fluggesellschaften Tuifly und Germania zum Streik aufgerufen. Auch Air Berlin ist betroffen, da Germania neben eigenen Flügen auch im Auftrag für diese Airline fliegt.

Bei Tuifly waren heute morgen von 5 bis 8 Uhr insgesamt 11 Maschinen ab den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sowie ab Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Friedrichshafen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe-Baden, Köln, Leipzig, Memmingen, München, Münster-Osnabrück, Nürnberg, Paderborn, Stuttgart und Zweibrücken von der Arbeitsniederlegung betroffen.

Bei Germania wird voraussichtlich noch bis 18 Uhr gestreikt. Aufgrund des insgesamt 13 stündigen Warnstreiks der circa 150 Germania-Piloten kommt es auf deutschen Flughäfen auch zu Ausfällen mit Air Berlin. Auslöser für die Arbeitsniederlegung bei Germania sei nach Aussage der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) das Bestreben der Airline, Anspruch auf einen Piloten-Betriebsrat zu bekommen.

Denn im Vergleich zu anderen Beschäftigtengruppen haben Piloten keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Betriebsrat, sprich auf die Mitbestimmung im Unternehmen. Obwohl Forderungen nach diesem bei Germania bereits seit Langem bestehen, habe sich das Management der Airline mehrmals geweigert, in Verhandlungen zu treten. Als Reaktion darauf sah sich die VC gezwungen, am heutigen Mittwoch Maßnahmen der Arbeitsniederlegung zu ergreifen.

Geregelt werden betriebliche Mitbestimmungsrechte für das Cockpitpersonal deutscher Fluggesellschaften grundsätzlich in dem so genannten Tarifvertrag Personalvertretung. Im Zuge der Bemühungen, einen Betriebsrat für die Piloten zu gründen, hatte die Pilotengewerkschaft VC im Frühling dieses Jahres bei Germania eine Wahl zur Gründung einer Tarifkommission durchgeführt.

Doch kurze Zeit später wurde den gewählten Tarifkommissionsmitgliedern fristlos egekündigt. Sie mussten allerdings wieder eingestellt werden, da Germania die gerichtlichen Auseinandersetzungen nicht für sich entscheiden konnte.

Bei Tuifly ist nach Angaben der Gewerkschaft vor allem der Konflikt über einen Manteltarifvertrag Anlass des Warnstreiks gewesen. Nach monatelangen Diskussionen waren die Verhandlungen über die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen am 30. November ohne Ergebnis abgeschlossen worden. Die Pilotenvereinigung Cockpit hätte demnach keine andere Wahl gehabt, als ihre Forderungen mit einem Warnstreik zu bekräftigen. Derzeit sieht es jedoch nicht danach aus, als würde die Geschäftsführung den Forderungen nachgeben.

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