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Platzt der Kachelmann-Prozess?

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Der Rechtsbeistand von Jörg Kachelmann hat einen erneuten Befangenheitsantrag gegen die Richter des Mannheimer Landgerichts gestellt. Wenn dieser Erfolg haben sollte, droht der bisherige Prozess zu platzen.
Unter Ausschluß der Öffentlichkeit und mit fast zweistündiger Verspätung begann die mit Spannung erwartete Befragung des mutmaßlichen Opfers. Obwohl die Frau pünktlich vor Gericht erschien, gab es im Vorfeld Streitigkeiten um einen Gutachter, so daß es zu Verzögerungen kam.
Als die langjährige Freundin des Wetterexperten Jörg Kachelmann endlich vernommen werden konnte, blieb es aber nur bei der Auskunft über ihren Namen, Wohnort, Alter, Beruf und Familienstand. Bei diesen Angaben blieb es dann auch, obwohl das Gericht auf eine mehrere Tage andauernde Zeugenbefragung eingestellt war.
Weil fast immer eindeutige Beweise und Zeugen bei einer mutmaßlichen Vergewaltigung fehlen, hängt in keinem anderen Strafverfahren das Schicksal des Täters so sehr von der Aussage des Opfers ab.
Ob überhaupt in diesem Jahr noch ein Urteilsspruch gefällt werden kann, ist noch völlig offen, da durch die Streitigkeiten um die Zeugenbelehrung das Gericht ohnehin im Verzug ist. Außerdem müssen sich Staatsanwälte und Richter noch beraten, ob nicht ein Verstoß gegen das öffentliche Interesse vorliegt, da die Öffentlichkeit bisher des Gerichtssaales verwiesen wurde, um einen Revisionsgrund durch Verfahrensfehler auszuräumen.

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