Start Panorama Polizei durchsucht Räume der Hells Angels und Bandidos

Polizei durchsucht Räume der Hells Angels und Bandidos

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Hells Angels (Foto: Lee Brimelow cc-by)
Hells Angels: Jahrestreffen in Berlin (Symbolbild, Foto: Lee Brimelow cc-by)
Hells Angels (Foto: Lee Brimelow cc-by)
Razzia: Polizeiaktion gegen Hells Angels, Clan 81 und Bandidos (Symbolbild, Foto: Lee Brimelow cc-by)

Die Expansion verfeindeter Motorradclubs wird von Strafverfolgungsbehörden als potentielles Pulverfass betrachtet – und wie eine groß angelegte Razzia zeigte, sind die Opponenten durchaus auf gewalttätige Konflikte vorbereitet.

Ausgehend von einer Massenschlägerei in Mönchengladbach, bei der es zu einem massiven Zusammenstoß zwischen etwa 100 Mitgliedern der Hells Angels und der Bandidos gekommen war.

Bei der Schlägerei wurden zwei Männer lebensgefährlich verletzt. Aufgrund der Schwere der Verletzung ging man vom Straftatbestand einer versuchten Tötung aus und richtete eine Mordkommission ein, aufgrund deren Ermittlungen es dann zu der Razzia kam.

In einer groß angelegten Aktion durchsuchten mehr als 500 Beamte, darunter auch schwer bewaffnete Spezialkräfte im Ruhrgebiet und im Rheinland mehrere Immobilien, die im Zusammenhang mit den Hells Angels, dem mit ihnen sympathisierenden Clan 81, sowie dem Bandidos MC stehen.

In Oberhausen, Solingen, Langenfeld und Düsseldorf wurden Clubheime der Motorradclubs durchsucht und fünf Mitglieder festgenommen. Ausserdem wurden Waffen – ein Messer, ein Beil, sowie ein Elektroschocker – und weitere Beweismittel in Form von Computer-Festplatten sichergestellt. Zudem wird wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Im Rahmen der Polizeiaktion, deren bisheriges Ergebnis als Erfolg gewertet wird, machten die Ermittler bei der Razzia in Düsseldorf-Gerresheim eine überraschende Entdeckung: In einem Bunker des Clan 81, der den Hells Angels nahe steht, konnten sie 4.000 Cannabis-Pflanzen sicherstellen.

Die Pflege der bislang größten in Nordrhein-Westfalen gefundenen Plantage, deren Erzeugnisse als illegale Betäubungsmittel dienen, hatte nach Angaben der Polizei offenbar ein asiatisches Gärtnerteam übernommen, das allem Anschein nach von der Gruppierung hierfür angeworben worden war.

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