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Porsche Aktien zum Spottpreis

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Die Porsche-Holding steckt in der Krise. Das Unternehmen hat extrem hohe Schulden. Rund 6,5 Milliarden Euro Forderungen stehen gegen den Stuttgarter Autobauer aus. Dringend muss nun Geld her. Daher hat der Konzern am gestrigen Sonntag angekündigt, bis zu 131,25 Millionen Aktien für 38 Euro zu veräußern. Der Preis pro Aktie läge damit gut ein Drittel unter dem Kurs von vergangenen Freitag. Als Folge könnte das Unternehmen mit einer Kapitalerhöhung von 75 Prozent rechnen.

Wenn der Aktienverkauf so verläuft, wie die Porsche-Holdiung es sich erhofft, so könnte sich der Schuldenberg auf rund 1,5 Milliarden Euro verringern. Mit dem Verkauf von 49,9 Prozent der Anteile an der Porsche AG an den VW Konzern hatte das Unternehmen bereits versucht, einen Großteil seiner Schulden zu tilgen. Doch der Deal hatte nicht ausgereicht und nun steht Porsche unter Zeitdruck, denn ein Teil der Schulden – über 2,5 Milliarden Euro – muss bis Juni zurückgezahlt sein. Aus diesem Grund hat Porsche ein sehr großes Interesse daran, die Kapitalerhöhung noch vor Ostern über die Bühne zu bringen.

Die bisherigen Anteilseigner haben nach Angaben der Stuttgarter Vorkaufsrecht – je einer gehaltenen Aktie dürfen sie 0,75 neue Aktien kaufen. Am heutigen Montag muss die Börsenaufsichtsbehörde (BaFin) noch ihre Einwilligung geben. Die Zeichnungsfrist wird voraussichtlich diesen Mittwoch beginnen und bis zum 12. April andauern.

Das wird mit Sicherheit viele Börsianer interessieren, denn der von Porsche angebotene Preis ist kaum zu schlagen. Zeitweise hatte eine Porsche-Vorzugsaktie fast 185 Euro das Stück gekostet. Doch das war zu Zeiten, als noch von einer erfolgreichen Übernahme des Volkswagen Konzerns die Rede war. Doch dieser Versuch ist gescheitert.

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