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Post will bei Lohnkosten sparen


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Trotz Überstunden der Angestellten und Hochbetrieb zur Weihnachtszeit – die Post hat Einsparungen angekündigt. Um den Briefversand günstiger anbieten zu können, wolle das Unternehmen nach Aussage des Vorstandsmitgliedes Jürgen Gerdes im Bereich Briefversand sparen und die Arbeitszeiten und Einstiegslöhne neu verhandeln. Er teilte der Tageszeitung „Die Welt“ weiterhin mit, dass es hierzu bereits Gespräche mit der Gewerkschaft Ver.di gegeben habe. Im Januar sollen diese fortgeführt werden.

Zur Weihnachtszeit herrscht bei der Deutschen Post bekanntlich Hochbetrieb. Auch dieses Jahr war dies wieder der Fall. Über fünf Mio. Pakete pro Tag wurden in der Weihnachtszeit durch die Post zugestellt. Das ist zum Teil das 2,5-Fache der im restlichen Jahr üblichen Menge.

Aufgrund des Schneechaos viel das Arbeitspensum der Postbeamten diese Weihnachten noch umfangreicher aus als in den Jahren zuvor. Am 1. Weihnachtsfeiertag mussten die Angestellten noch einmal ran und Pakte ausstellen, die am 24. Dezember wetterbedingt nicht mehr ausgeliefert werden konnten.

Zwar beschränkte sich die zusätzliche  Feiertags-Zustellung am 1. Weihnachtstag auf bestimmte Regionen und ausschließlich auf Express-Zustellungen. Aber dennoch: Rund 4000 Mitarbeiter aus der Verwaltung waren am Samstag bereit, die 50.000 Paketzusteller im Außeneinsatz zu unterstützen und freiwillig zu helfen.

Und trotz dieses ehrenamtlichen Einsatzes sei die Entscheidung für eine nahe stehende Einsparungswelle gefallen. Die Begründung für die geplante Drosselung der Ausgaben sieht der Brief-Vorstand Gerdes in den jährlich rückläufigen Versandmengen, die sich wiederum draus ergäben, dass immer mehr Dokumente digital anstatt auf dem Postwege versendet würden.

Zudem habe die Post gegenüber der Konkurrenz Lohnkostennachteile, die sich in einem Verlust am Marktanteil widerspiegeln würden. Die Deutsche Post AG sei oft nur noch über ihre Billig-Tochter First Mail konkurrenzfähig. Dies sei nur der Fall, da die First Mail Mitarbeit auch für einen Stundenlohn von 9,80 Euro gute Arbeit leisten würden.

Die Gewerkschaft Ver.di zeigt jedoch keinerlei Verständnis dafür, dass die Deutsche Post vorhat, den Angestellten im Briefversand die Löhne zu kürzen. Es gäbe keinen Grund für neue Verhandlungen äußerte die Sprecherin des Bundesvorstands, Cornelia Haß, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Außerdem würde der aktuell laufende Tarifvertrag noch bis Ende 2011 gültig sein.

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