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Preispolitik made in China

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Lebensmittel in China
Lebensmittel in China

Die chinesischen Lebensmittelpreise steigen, alles ist teurer geworden in der Volksrepublik. Die Regierung Chinas reagiert auf die inflationäre Entwicklung der Nahrungsmittelindustrie nun mit staatlichen Preiskontrollen und einer voraussichtlichen Zinserhöhung. Auch will man laut Ministerpräsident Wen Jiabao unter anderem Spekulationsgeschäfte mit Mais und Baumwolle bestrafen.

Geplant sind Eingriffe der Regierung in die Preispolitik der chinesischen Unternehmen. Denn nach Meinung der Staatsoberhäupter müsse man den extrem schnellen Preissteigerungen durch direkte Maßnahmen einen Riegel vorschieben. Dies teilte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch mit. Derzeit sei der Staatsrat dabei, konkrete Programme zu entwickeln, damit Angebot, Nachfrage und Preise wieder im besseren Gleichgewicht stünden.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich in der Volksrepublik China in den vergangenen zwölf Monaten um 10,1 Prozent verteuert. Alle anderen Waren und Dienstleistungen legten dagegen im Schnitt nur um 1,6 Prozent zu. Die Preissteigerung bei den Lebensmitteln trifft vor allem Hunderte Millionen arme Chinesen, die einen Großteil ihres Geldes für Essen ausgeben.

Was die Zinserhöhungen anbelangt, so tippen chinesische Analysten auf den kommenden Freitag. Grund: Die Zentralbank in Peking neige dazu, über einen solchen Schritt rund um den 20. eines Monats bekanntzugeben, hieß es am Mittwoch im „China Securities Journal“.

Die Spekulationen über einen weiteren Zinsschritt haben die chinesischen Börsen in den vergangenen Tagen stark belastet. Der Markt in Schanghai verlor mehr als zehn Prozent. Es wird davon ausgegangen, dass China in diesem Jahr noch einmal die Zinsen erhöht. Mit diesem Schritt will die Volksrepublik das starke Wachstum abfangen und die auf 4,4 Prozent hochgeschnellte Inflation dämpfen.

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