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Proteste gegen EU-Richtlinie zur Heilpflanzenverwendung

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Ist Kamille das Gleiche wie eine Pille? Das ist zumindest offenbar die Ansicht der EU-Kommission, die ab April kommenden Jahres den Verkauf traditioneller Heilpflanzen verbieten will.

Durch die Umsetzung der „europäischen Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher medizinischer Produkte“ (THMPD) werden Kauf, freie Verfügbarkeit und Anwendung von Naturprodukten, wie sie in der Volksmedizin und der modernen Kräuterheilkunde verwendet werden, stark eingeschränkt und erschwert.

Gegen das Vorhaben regt sich Protest von verschiedenen Stellen. So wären etwa Husten-und-Bronchialtees der neuen Regelung folgend Medikamente und müssten daher entsprechend lizenziert werden.

Es steht außer Frage, dass viele Naturprodukte die Zulassung als Medikament nicht erhalten werden, etwa aufgrund des Umstands, dass in vielen Fällen verschiedene komplexe Faktoren für die Gesamtwirkung verantwortlich sind und sich nicht als spezifische Wirkstoffe klassifizieren oder extrahieren lassen.

Aus diesem Grund zählen zu den Kritikern, die gegen die neuen Bestimmungen protestieren nicht nur Heilpraktiker und so genannte „Öko-Aktivisten“ oder Alternative, sondern vielmehr auch Tee-Fachhändler und Mediziner mit naturheilkundlicher Zusatzausbildung.

Die Kritiker haben gegen die EU-Richtlinie auch eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht und deren Mitzeichnungsfrist am 11.November 2010 endet.

Ob die entsprechende Eingabe tatsächlich Wirkung auf EU-Ebene haben wird, bleibt bis auf weiteres abzuwarten

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