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Prozessauftakt im Spendenskandal

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Noch bevor die Anklage am Berliner Landgericht verlesen wurde, stellte der Verteidiger des 41-jährigen Angeklagten im mutmaßlichen Spendenskandal um den Frauennothilfeverein „Hatun & Can“ einen Befangenheitsantrag.

Die Verteidigung wies die Anklage als rechtwidrig zurück.

Der Anwalt Hubert Dreyling war außer sich und trug knapp zwei Stunden vor, warum er die Vorwürfe gegen seinen Mandanten für „abenteuerlich, boshaft und absurd “ hält.

Der mutmaßlich Angeklagte habe seit Jahren von Hartz IV gelebt und sich nicht an den Spendengeldern bereichert.

Er habe viele Helfer im Frauennothilfeverein, die ebenfalls staatliche Transferleistungen bezogen, in bar und schwarz bezahlt, sagte der Verteidiger.

Der 41-jährige Angeklagte habe selbst in ärmlichen Verhältnissen gelebt. Als Vertauensmann des LKA sei er in Bars und Bordellen unterwegs gewesen.

Die Staatsanwaltschaft wies den Vorwurf einer willkürlichen Anklage zurück.

Alice Schwarzer, Chefredakteurin der Zeitschrift „Emma“, hatte die Ermittlungen beim Berliner Landgericht in Gang gesetzt.

Der Vorsitzende des Frauennothilfevereins soll Spendengelder in Höhe von 690.000 Euro veruntreut haben. Alice Schwarzer selbst hatte eine halbe Million Euro an den Verein gespendet.

Jetzt muss sich der Mann, der seit März in Untersuchungshaft sitzt, vor Gericht verantworten.

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