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Reaktionen auf Finanzblockaden gegen Wikileaks

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Die Sperrung von Konten und Accounts im Zusammenhang mit der Whistleblowing-Plattform Wikileaks nach der Veröffentlichung der ersten Cablegate-Papiere hat bereits Folgen in Form juristischer Forderungen und Hacking-Angriffe.

So hat etwa die Wau Holland Stiftung, über deren Paypal-Account ein großer Teil der Spenden an Wikileaks einging bereits anwaltliche Schritte eingeleitet.

Zuvor war das Konto beim Online-Bezahldienst mit der Begründung eingefroren worden, es hätte eine Finanzierung illegaler Aktivitäten über den Account stattgefunden.

Die Wau Holland Stiftung spricht von einer Verleumdung durch die eBay Tochter und fordert nun juristisch sowohl die Freischaltung des Kontos, auf dem Wikileaks-Spenden in Höhe von 10.000 Euro liegen, als auch die Rücknahme der entsprechenden Behauptung vom Firmenblog.

Die Stiftung werde weiterhin Projekte und Aktionen fördern, die mit den Stiftungszielen in Einklang stehen.

Doch nicht alle Kritiker gehen einen legalen Weg, um gegen die ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Sperrungen zu protestieren.

Stattdessen haben politische Hacktivisten unter dem Namen „Operation Payback“ zu Angriffen gegen Organisationen aufgerufen, die gegen Wikileaks agieren

Nach Assanges Verhaftung am Dienstag war es zunächst zu DDoS-Attacken gegen die Website der schwedischen Staatsanwaltschaft, gefolgt von Angriffen gegen die Webpräsenz und das E-Mail-System des schwedischen Anwalts, der das Mandat der Klägerinnen inne hat.

Der Online-Bezahldienstes Paypal sieht sich ebenso massenhaften Cyber-Attacken ausgesetzt wie die Schweizer Postfinance und der Kreditkartendienst Mastercard. Bei letzterem sind aktuell sowohl die offizielle Webseite mastercard.com als auch die deutsche Domain mastercard.de nicht mehr erreichbar.

Dabei bitten die Hintermänner der Rache-Aktion um freiwillige Mithilfe von Sympathisanten.

Durch das Ausführen eines Programmcodes soll der Rechner Teil eines Botnetzes werden und auf diese Weise die illegalen Angriffe gegen Behörden und Finanzinstitute unterstützen. Manche Nutzer sollen zu diesem Zweck auch Zweitrechner aufgesetzt haben.

Die Schweizer Piratenpartei, die Wikileaks nach den Serverproblemen in den USA unterstützte, verurteilte die jetzt laufenden Angriffe öffentlich.

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