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Reisewarnung für Tunesien

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Die derzeitigen innenpolitischen Unruhen im nordafrikanischen Staat Tunesien haben das Ausländische Amt nun doch dazu veranlasst, eine offizielle Reisewarnung auszusprechen. Die gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Regierungsgegnern und Polizei werden immer heftiger und haben sich mittlerweile auch auf die Hauptstadt Tunis und unter Touristen aus aller Welt beliebte Küstenorte ausgebreitet.

Da in diesen Regionen vermehrt deutsche Touristen ihren Urlaub verbringen, wird nun abgeraten, das Land zu bereisen. Der Deutsche Reiseverband (DRV) schätzt die Zahl der Gäste, die eine Tunesienreise über einen deutschen Reiseveranstalter gebucht haben und sich derzeit in Tunesien aufhalten, auf weniger als 5000.

Seit Beginn der Unruhen zählt man 66 Tote. Es gibt zahlreiche Verletzte. Die Polizei geht rigoros gegen die Protestanten vor – es kommt immer wieder zu Schießereien auf offener Straße. Gewalt und Krawalle gehören zum Alltag auf diversen tunesischen Straßen. Das Land kommt nicht zur Ruhe, der Präsident Ben Ali steht mächtig unter Druck.

Die blutigen Unruhen fügen dem Land erheblichen Schaden zu. Tourismus zählt zu Tunesiens zweitgrößtem Industriezweig. Etwa fünf Millionen ausländische Touristen bereisen das Land im Jahr. Bleiben diese aufgrund der politischen Lage nun weg, so könnte dies schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen für die ohnehin schon angeschlagene tunesische Wirtschaft mit sich bringen.

Im Süden des Landes soll bereits ein Urlauber getötet worden sein. Wer bereits eine Tunesienreise geplant und gebucht hat, der muss vom Reiseveranstalter den Preis zurückerstattet bekommen. Wenn sich Urlauber bereits in Tunesien aufhalten, so haben sie das Recht, auf Kosten der Veranstalter ausgeflogen zu werden.

Die großen Reiseveranstalter wie Tui und Thomas Cook bieten ihren Gästen, die eine Tunesien-Reise geplant haben, kostenlose Umbuchungen an. Im Falle von Stornierungswünschen werde jeder Einzelfall geprüft, so heißt es aus dem Hause Tui. Ausflüge in den Süden des Landes sowie Stadttouren wie zum Beispiel nach Tunis habe man vorsorglich abgesagt.

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