Start Panorama Rotterdam: Millionenschwere Meisterwerke aus Kunsthalle gestohlen

Rotterdam: Millionenschwere Meisterwerke aus Kunsthalle gestohlen

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Claude Monets
Geraubte Kunst: Claude Monets "Charing Cross bridge in London" (Foto: pd)
Claude Monets "Charing Cross bridge in London" (Foto: pd)
Geraubte Kunst: Claude Monets "Charing Cross bridge in London" (Foto: pd)

Die Jubiläumsaustellung zum 20-jährigen Bestehen der „Kunsthal“, der Rotterdamer Kunsthalle, wurde am 7. Oktober eröffnet. Rund 150 Werke aus der Triton Sammlung für Moderne Kunst wurden ausgestellt, darunter Gemälde von Henri Matisse, Paul Gauguin, Pablo Picasso, Claude Monet und Lucian Freud, der im letzten Jahr verstarb.

Wohl dem, der bis dahin die Meisterwerke betrachten konnte – denn bereits wenige Tage später schlugen Kunstdiebe zu.

In den frühen Morgenstunden des 16. Oktober drangen Diebe in die Rotterdamer Kunsthalle ein. Die Polizei machte zunächst keine Angaben, wie die Gemälderäuber ins Haus eindringen konnten. Man warte zunächst die Ergebnisse der Spurensicherung vor Ort und die Auswertung der Videokameraüberwachung des Gebäudes ab.

Die gestohlenen Gemälde haben einen unschätzbaren Wert, so dass die Bilder nicht verkauft werden können. Die Kunstwelt ist geschockt über eine derartige Dreistigkeit. Möglicherweise wollen der/oder die Täter Lösegeld erpressen, das bei derartigen Kunstobjekten extrem hoch ausfallen dürfte.

Bei den gestohlenen Gemälden handelt es sich um „la Liseuse en Blanc et Jaune’“ ein Werk, dass Henri Matisse 1919 geschaffen hat. Ein anderes Bild trägt den Titel „Femme devant une fenêtre ouverte, dite la Fiancée“ und wurde 1888 von Paul Gauguin gemalt. Das 1971 von Pablo Picasso geschaffene Bild trägt den Titel „Tête d’Arlequin„.

Zwei Gemälde von Claude Monet mit den Titeln „Charing Cross Bridge London“ und „Waterloo Bridge London„, beide 1901 entstanden, sowie das Werk  „Woman with eyes closed“ das 2002 von Lucian Freud gemalt wurde, gehören ebenso zu den geraubten Kunstwerken, wie das Bild mit dem Titel „Autoportrait“ von Meyer de Haan, das etwa zwischen 1889/1891 entstand.

Bei dem jetzt durchgeführten Raub handelt es sich um einen  der grössten Kunstdiebstähle der Niederlande – die Rotterdamer Polizei fahndet auf Hochtouren.