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RWE drohen Warnstreiks

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RWE Tower Dortmund
RWE Tower Dortmund

Der zweitgrößte Energieriese Deutschlands, RWE, steht derzeit auf Erfolgskurs. Der Konzern mit Sitz in Essen kann sich über saftige Gewinnsteigerungen freuen. Daran sind maßgeblich die 28.000 Beschäftigten beteiligt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und die Energiegewerkschaft IG BCE beschlossen daher am Montag, dass sie bei der bereits andauernden Auseinandersetzung in Sachen Tarifanpassungen mit RWE mit härteren Bandagen kämpfen müssten.

Nach insgesamt vier Verhandlungen war REW’s letztes Angebot an seine Angestellten eine Lohnerhöhung von 2,8 Prozent für zwölf Monate. Die Gewerkschaften betrachten dieses Angebot in Anbetracht der beträchtlichen Erfolge des Energiekonzerns in den vergangenen Jahren jedoch als „Frechheit“. Ver.di und IG BCE verlangen 6,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Um ihren Forderung Nachdruck zu verleihen kündigten die Gewerkschaften nun an, Warnstreiks vorzubereiten. Die Fronten zwischen den Arbeitnehmervertretern und dem Energieriesen seien so verhärtet, dass Arbeitskampfmaßnahmen nun an der Reihe seien, um ein ernsthaftes Zeichen zu setzen. 

Gleichzeitig reichten die Gewerkschaften RWE eine letzte Frist ein. Der Konzern hat nun bis zum 25. November Zeit, um ein deutlich verbessertes Tarifangebot für die 28.000 Beschäftigten vorzulegen.

Auf rosige Zeiten blickt der Energiekonzern derzeit zwar noch zurück, doch für die Zukunft müsse man sich laut Aussagen der Essener warm anziehen. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres stieg das betriebliche Ergebnis des Konzerns noch um elf Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Das nachhaltige Nettoergebnis verbesserte sich ebenfalls um 11 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Doch RWE rechnet für die kommenden Jahre mit großen wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich auf die Gewinne des Unternehmens ausüben werden. Allein die vom Staat erhobene Steuer auf Kernbrennstoffe werde das betriebliche Ergebnis ab 2011 mit durchschnittlich 600 bis 700 Millionen Euro pro Jahr belasten.

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